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3 (1883)
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130 ZÜR L1TTERATUR DER RUNEN.

Namen nash. Noch mehr ozec für z an das slavische ishiza,das dem u, y zusteht, aber y und z folgen im lateinischen Al-phabet auf einander. Vielleicht hängt k (chozma) mit dem sla-vischen kako zusammen? kosma heisst auf slavisch Flocke.Gewiss aber ist P pertra das slavische <o mit dem Namen fert.Gramm. I 126 habe ich vermuthet, dass peord, pert eine Figurim Schachspiele bedeute, merkwürdig heisst der slavische Buch-stabe phert, fert, und die Königin im Schachspiel pherz, ferz.Wie das -na in manna untadelhafte gothische Form ist, sokäme auch bercna für bairika (althochdeutsch pirihha, betula)* näher als berc; auch die Slaven haben hier den Baumnamenbuki, d. i. buk (fagus, Buche); ßrj-a erinnert wenigstens im la-teinischen beta an betula, irisch B beith, d. i. wieder Birke.

gaar steht für jaar, Verwechslung des J mit G, die inAussprache und Zeichen gegründet ist, denn das angelsächsischeund unser G entspringen eher aus J als aus G.42 geuua (gewa) für geba, giba ist seltsam, doch haben andere

Runenalphabete in diesem Worte gleichfalls v, w. sugil kommtdem gothischen sauil sehr nahe, wie schon Gramm. II 111bemerkt worden ist.

Da in keinen dieser Namen (ausgenommen chozma fürkozma) der Kopist in streng althochdeutschen Formen übersetzt,vgl. reda, daaz, bercna, so nehme ich auch die vielen z in daaz,laaz, noaz, ucaz, enguz, üz, tyz, chozma nicht für althochdeutschez, sondern für gothische, die sich dem s nähern. Wie wenndaaz für gothisch dags, laaz für lags, lagus (aqua, fluidum,altuom, lögr) stünde? uraz ist vielleicht uruz zu lesen (der Ab-schreiber fand uruz und setzte a fürs zweite u), und das wäre= urus, bubalus, altnord. ur (d. i ur-r, masc), enguz scheint dasgothische aggvus = angustus? oder enguz ist ein dunkles Wort,nach dem Zeichen X sollte man ein mit X anhebendes Worterwarten.

3. (tiththan.) Otan für uththan ist recht merkwürdig.Meine Meinung von diesem gothischen enklitischen Wort istnämlich, dass es im Althochdeutschen nicht ganz fehlt, ja esist noch mittelhochdeutsch vorhanden. Uththan selbst entspringtdurch Assimilation aus uhthan und scheint deutlich das mittel-