ZUR LITTERATUR DER RUNEN. \% J
hochdeutsche eht, oht, ot, das gewöhnlich, wie das gothischeWort, unmittelbar auf Verba folgt, z. B. gothiech vas uththanist mittelhochdeutsch was ot.
4. (Über die Runennamen im St. Galler Kodex § 9).feu (= fehu) ist imo (?) oboro. — Chaon merkwürdig, zumBeweis, dass altnordisch kaun, nicht kön zu schreiben sei. Angel-sächsisch sollte demnach ceän, nicht cen stehen. Vielleichtthanne chuimet? ■— lagu the leohto ist mir klar: Wasser, dashelle (leuchtende); the für ther ist dem ältesten Hochdeutschgemäss, lagu masc, altnord. lögr. — yr albihabendi, omnia com-plectens, das ndi, das ganz unten steht, dazu zu nehmen.
Unverkennbar steckt in diesen drei Zeilen eine alte me-trische und alliterierende Angabe der Runen:*)
feu forman.
ur after.
thuris thriten stabu.**)
os ist imo oboro.
ratendos uu (?) ritun (ritten).
chaon thanne chumet.
hagal naut habet.
is ar endi sol.
tiubrita***) endi man.*
lagu the leohto.
yr al bihabendi. ****)
*) [Cfr. Lachmann, Brief vom 28. Deo. 1830. Über Hildebrandslied,p. 6. 7. W. Grimm. — Massm. im Aufsess Anz. 1832, S. 32. J. Grimm.]**) [So in Jacob Grimms Handexemplar aus thur is(t) thrito corrigiert.]***) [f. birca. J. Grimm.]****) [Alte Reihe: f u th o r ch
h n i a st b m 1 y. J. Grimm.]