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3 (1883)
Seite
131
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ZUR LITTERATUR DER RUNEN. \% J

hochdeutsche eht, oht, ot, das gewöhnlich, wie das gothischeWort, unmittelbar auf Verba folgt, z. B. gothiech vas uththanist mittelhochdeutsch was ot.

4. (Über die Runennamen im St. Galler Kodex § 9).feu (= fehu) ist imo (?) oboro. Chaon merkwürdig, zumBeweis, dass altnordisch kaun, nicht kön zu schreiben sei. Angel-sächsisch sollte demnach ceän, nicht cen stehen. Vielleichtthanne chuimet? lagu the leohto ist mir klar: Wasser, dashelle (leuchtende); the für ther ist dem ältesten Hochdeutschgemäss, lagu masc, altnord. lögr. yr albihabendi, omnia com-plectens, das ndi, das ganz unten steht, dazu zu nehmen.

Unverkennbar steckt in diesen drei Zeilen eine alte me-trische und alliterierende Angabe der Runen:*)

feu forman.

ur after.

thuris thriten stabu.**)

os ist imo oboro.

ratendos uu (?) ritun (ritten).

chaon thanne chumet.

hagal naut habet.

is ar endi sol.

tiubrita***) endi man.*

lagu the leohto.

yr al bihabendi. ****)

*) [Cfr. Lachmann, Brief vom 28. Deo. 1830. Über Hildebrandslied,p. 6. 7. W. Grimm. Massm. im Aufsess Anz. 1832, S. 32. J. Grimm.]**) [So in Jacob Grimms Handexemplar aus thur is(t) thrito corrigiert.]***) [f. birca. J. Grimm.]****) [Alte Reihe: f u th o r ch

h n i a st b m 1 y. J. Grimm.]