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Das Wiener stimmt, soweit es sich erstreckt, in der Folge 5der Buchstaben mit dem Vatikanischen Alphabet überein, weichtaber in den Zügen darin ab, dass das B oben geschlossen ist'gleich dem B der neapolitanischen Urkunden, während sonst,d. h. im Cod. Arg. Guelferbyt. und in den Mailänder Palimpsesten,es offen bleibt. Gleichfalls ist das TH zugezogen und demgriechischen <1> ganz ähnlich geworden, dagegen im VatikanerKodex hat es die gewöhnliche Gestalt.
Dem Vatikanischen sind ausserdem die Zahlen, welche be-kanntlich bei den Gothen wie bei den Griechen durch Buch-staben ausgedrückt werden, beigeschrieben. Das Fehlende habeich in Klammern zugefügt. Durch Hilfe dieser Zahlen hatman mit Sicherheit die Ordnung des gothischen Alphabets be-stimmen können, und vorliegendes kommt darin auch wirklichmit dem überein, welches Ihre aus dem Cod. Arg. (in derBüsching'schen Sammlung, S. 200) aufgestellt hatte; es reichtmit sämmtlichen Zeichen, wie das griechische, bis zu 800. Manfindet darin nach dem P auch jenes dem QV ähnliche, nurdurch einen länger herabgehenden Strich sich unterscheidendehdar^jov i(, mit der Geltung von 90, welches aus dem Cod. Arg.,wo es jedoch nirgends im Text vorkommt, als blosse Zahl be-kannt ist. Die gothische Ordnung entspricht der griechischen,nur fehlen die nicht nöthigen Buchstaben, und sie schiebt dasJ und U statt 3 und O zwischen N und P und dann das HVfür das W ein; das QV vor dem H kann als das griechischeKomta betrachtet werden.
Allein unser Wiener Kodex No. 140 enthält Fol. 20 b nochfolgende beide, in manchen Beziehungen merkwürdige gothischeAlphabete: