ZUR LITTERATUR DER RUNEN. §7
Handschrift ihr Alter höher hinauf-rücken sollte, nicht vor uns, son- ^i" 1 ' . \ *yi"dem eine weitere Abschrift, eben I \**- {\\weil angelsächsische und deutsche * tFormen und Schriftzüge unter ein- * * l Ck ~ ** 'ander gemischt sind. I . i
Dies näher darzuthun, will ich <^' ll V««
die Runen einzeln durchgehen. Ge- _ «C jl^**ordnet sind sie nicht nach dem | M •*•
lateinischen Alphabet, sondern sie f* i
haben ihre eigenthümliche Folge |/j 'Tö 1 *beibehalten. Fe, fech ist mehr '
deutsche als angelsächsische Form, die feoh geschrieben wird.
— Die zweite Rune, ur, welche gewöhnlich folgende Gestalt hat,H, ist hier oben ganz zugespitzt, wie es nur noch in den so-genannten Runen des Isidor vorkommt. — Das tf (dh) beider dritten Rune verräth die angelsächsische Abkunft, in anderenHandschriften (s. Taf. I u. II meiner Schrift) findet man ein th,welches wenigstens nach der Raskischen Regel im Anlaut dasRichtigere wäre. — Bei R steht rajda; als angelsächsisches Wortenthielte es einen doppelten Fehler, denn das a ist falscher Zu-satz, und das Wort selbst heisst räd, dem nordischen reid ent-sprechend; raed würde consilium bedeuten; dagegen könnte manrasda als eine Annäherung zu der althochdeutschen Form reita(Gramm. II S. 514) betrachten. — Gegen geofu ist beim Gnichts einzuwenden, und es ist besser angelsächsisch, als dassonst vorkommende gyfu. — Bei dem folgenden W fällt auf,dass in dem Namen uyn (richtiger uuyn, wie auch uu über demZeichen steht) das angelsächsische eben aus den Runen bei-behaltene Zeichen rf nicht gebraucht ist, wie in den Alpha-beten-aus den Cotton. Handschriften immer. — Hasgil (d. h. hägel)ist angelsächsische Form, gleich naed, wenn es richtig neädgeschrieben wäre, entsprechend dem deutschen hakal und not.
— Gaer, richtig, kommt mit dem gothischen jer überein, warumein doppeltes g neben dem Zeichen steht, wenn es nicht Zufallist, weiss ich nicht; griechische Aussprache kann nicht gemeintsein. — Die nächste Rune bedeutet ih, wie im St. Galler