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3 (1883)
Seite
75
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DIE ALTNORDISCHE LITTERATUR. 75

Hss. und Kopenhagener Ausgabe geliefert werden, dabei einewörtliche Übersetzung ins Schwedische von Afzelius. Die pro-saische mit der vollständigen Skalda nach allen wichtigen Hand-schriften mit kurzen Anmerkungen und einer Auflösung derschwierigen Verse von Rask; eine schwedische Übersetzungwollte Cnattingius liefern. In wie weit dies besonders für diejüngere, noch am meisten vernachlässigte Edda wichtige Unter-nehmen vorgerückt ist, kann ich nicht sagen, obgleich schon«in Probeblatt von Rasks Arbeit vorliegt x ). ÖffentlicheBlätter verkündigen auch die Herausgabe alter Sagen nach denHandschriften der Stockholmer Bibliothek. Der erste Band vonJ. G. Liljegren, Professor in Lund, ist demnach erschienen undenthält die noch ungedruckte Gange-Rolfs-Saga mit Über-setzung und historischen Erläuterungen (einen Auszug findetman in der Sagenbibliothek II, 646656). Brunnius soll ineinem vorläufigen Programm Nachricht gegeben haben von einerbedeutenden Zahl in Felsen gehauener Inschriften, die uralt undihm eine Art Hieroglyphen scheinen.

Von den Bemühungen, die sich in Deutschland für diealtnordische Litteratur geäussert, braucht in diesem für Deutsch-land geschriebenen Bericht nicht die Rede zu sein 2 ). Dasnoch zu dem grossen Stamme gehörige England zeigt wenig-stens keine besondere Theilnahme dafür und hat es grösstentheilsbei einigen Übersetzungen bewenden lassen. A. S. Cottle hatdie ältere Edda übertragen (Bristol 1797); W. Herbert eine-Auswahl isländischer Dichtungen (London 1804); Beresford dasSonnenlied mit Anmerkungen (London 1805) englisch geliefert.James Johnstone, der schon früher (1780) einige Stücke ausdem Snorre Sturleson im Original mit Übersetzung hatte druckenlassen, zeigte auch in der Folge Thätigkeit. Er hat den be-

') So eben wird als in Stockholm ersehinen angekündigt: Edda Saemun-dar hinns fröda. Colleotio carminum veterum Scaldornm Saemundina dicta,quam ex reeensione Erasmi Christ. Rask curavit Arv. Aug. Afzelius 1818. 8".

2 ) Im Übrigen sollte er so vollständig sein, als mir möglich war; wennmir dennoch Eins und das Andere entgangen ist, so bitte ich um Nachsicht,ich darf wenigstens hoffen, dass nichts Hauptsächliches fehlt. Auch die ver-schiedenartige Behandlung der einzelnen Werke wird jemand, der sieh mitähnlicher Arbeit befasst, nachsehen.