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3 (1883)
Seite
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DIE ALTNORDISCHE LITTERATÜR. 39

erscheint als ein sehr verschlagener, aber auch kecker und ge-wandter Mann. Leif Ossers Sohn, nach welchem die Er-zählung benannt ist, kommt nur insofern vor, als er demSiegmund und seiner Herrschaft ein Ende macht, nichts vonseinem sonstigen Leben. Thorm. Torfaei commentatio histo-rica de rebus gestis Faereyensium (Havn. 1695) lieferte schonden Inhalt dieser kleinen Sage, hier aber wird zuerst der Textbekannt gemacht; den näheren Zusammenhang mit der Sieg-mund Brestesens Saga findet man in der SagenbibliothekS. 183. 184 angemerkt. Das vierte Programm für 1818, das 25ich nicht bekommen habe, enthält: Thättur om AudiinVestfyrdska, worüber die Sagenbibliothek S. 345. 346 Aus-kunft gibt.

Auf ähnliche Weise machte P. E. Müller zwei kleinereStücke bekannt. In den Schriften der Skand. Litt.-Ges. 1814S. 1 37 lieferte er von der ungedruckten Aron Hiorleifs-Saga zum Theil einen Auszug, die Capitel aber, welche AronsAufenthalt an .dem Hofe -des norwegischen Königs HagenHagensen betreffen, vollständig, doch nur in dänischer Über-setzung. Da gleichfalls ein Pferdekampf (hesta-vig hesta-thing) darin beschrieben wird, so handelt ein Nachtrag vondieser merkwürdigen Sitte. Die vorzüglichsten Hengste kämpftenmit einander, so lange bis einer ermattete und zurückwich,worauf der Sieg des anderen erklärt wurde. Es waren entwederalle Pferde aus zwei verschiedenen Landschaften oder die zweiHäuptlingen zugehörigen zusammengebracht, doch kämpften sieimmer nur paarweise. Übrigens war es bloss eine Ehrensache,und Wetten fanden dabei nicht statt. Der Ursprung dieserSitte ist ungewiss, sie scheint aber uralt, da sie schon in derMitte des 10. Jahrhunderts vorkommt und durch eine gewissekunstmässige Form geregelt war. Die Erzählung von Hrei-dar dem Tölpel (Schriften der Skand. Litt.-Ges. 1816 und1817, S. 208233) ist gleichfalls nur in dänischer Übersetzungmitgetheilt. Eine lebendige und wohlgehaltene Darstellungeiner unter dem äusseren Schein der Dummheit und Tölpel-haftigkeit zurückgehaltenen, endlich durchbrechenden starkenKraft des Leibes und der Seele, dergleichen mehr im Nordischen