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3 (1883)
Seite
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DIE ALTNORDISCHE LITTERATUR. 37

orerückt. — Als einen Anhang zu dieser Schrift betrachtet derVerf. selbst eine Abhandlung über die Picten und ihreAbstammung (Schriften der Skand. Litt.-Gesellsch. 1816 und1817, S. 1—93). Er hält nämlich dafür, dass dieses Volk, dasvon den Kömern schon in einer gewissen Verwandtschaft mitden Sachsen angeführt wird, eigentlich skandinavischer Abkunftsei, vielleicht mit Sachsen und Beigen vermischt. Ihren Namenglaubt er daher auch aus der nordischen Sprache erklären zudürfen, und in Rücksicht auf den bei ihnen üblichen Gebrauch,sich den Leib mit Punkten zu bezeichnen, leitet er ihn vonpicka, frequenter pungere, ab. Picti sind demnach so viel alspicktir, welches nach der alten (?) kurzen Aussprache so vielist als pikkadir, frequenter puncti; und so glaubt er ClaudiansWorte (non falso nomine Picti) zu erhalten. Es werden auchStellen angeführt, wornach jene Sitte, sich den Leib zu bezeich-nen, dem Norden nicht fremd soll gewesen sein, indessen gehtes doch so klar nicht daraus hervor, und sie müssen in ausge-dehnterem Sinne verstanden werden. Ahnliche Ansichten überdie Picten hatte schon Jamieson in seinem etymological Dictio-nary of the scotish Language Edinb. 1808 geäussert, dochschrieb Finn Magnussen unabhängig davon und lernte diesesWerk erst nachher kennen. Eine Zugabe enthält eine dankens- 24werthe Zusammenstellung Ossianischer Eigennamen mit ähnlichennordischen.

Wir gedenken hier am schicklichsten einiger akademischerProgramme, deren Raum Birger Thorlacius benutzte, kleinereStücke aus den Handschriften bekannt zu machen. Das erstezum Geburtstage des Königs im Jahr 1815 enthält die Ge-schichte von Karl dem Unglücklichen (Thättr af Karlivesala). Karl sucht in Norwegen für Magnus, den Sohn des hei-ligen Olaf, welcher in Russland bei Jarisleif erzogen wird, gegenden König Sveinn, der die Krone an sich gerissen hatte, einePartei zu gewinnen. Ob er gleich ergriffen wird und schonzum Tode verurtheilt ist, so weiss er sich durch Geistesgegen-wart in der Nacht vorher zu retten, muss diese aber in einerängstlichen Lage, halb ins Wasser versenkt, zubringen, wohersein Beiname (hinn vesah). Er heisst übrigens nicht mit Recht