DIE ALTNORDISCHE LITTERATUB. 33
Erlingson und endigt mit dem Jahr 1177. Statt des der Pering-skjöldischen Ausgabe der Heimskringla zugefügten, mehrmalsabgedruckten Skaldatal (Verzeichnis der Skalden) findet man alsZugabe das bisher noch ungedruckte Gedicht, Geisli (Strahl)genannt, von 68 Strophen, welches der Skalde Einar Skuleson(geb. 1090) auf Olaf den Heiligen dichtete; den Text davonlieferte der Flatöische Codex, die Übersetzung rührt von JohnOlafsen. Dann fügte Thorlacius noch das Leben des EinarSkuleson hinzu; endlich ist dieser Theil ausgestattet mit einervon Schöning noch ausgearbeiteten Karte, welche ganz Europaund die angrenzenden Gegenden nach den altnordischen Schrift-stellern begreift. Somit war Snorres Werk, die Heimskringlaselbst, beendigt, aber Thorlacius versprach in der Vorrede dieSverres-Sage und Hagens Hagensens Geschichte in einem4. und 5. Theil als Fortsetzung zu liefern. Diese führen dienorwegische Geschichte bis zum Jahr 1263 »und werden, wieSuhm in der kritischen Geschichte Dänemarks (IV, S. XXIII)sich ausdrückt, die grösste Zierde des Werks sein, da sie bisherweder isländisch noch lateinisch herausgegeben sind.« Thorla-cius begann auch in Gemeinschaft mit John Olafsen die Arbeit,welche viel grösser war, als bei dem vorhergehenden Werk,wo Vorarbeiten benutzt werden konnten. Im Jahr 1795 wardie Sverres-Sage bis auf die Noten fertig und gedruckt; dervölligen Beendigung und Herausgabe setzten sich aber nunöffentliche und Privat-Widerwärtigkeiten vielfach entgegen. EineAnzahl Exemplare gieng in dem Brand 1795 und bei dem Bom-bardement der Engländer 1807 zu Grunde, und der hochbejahrteGreis konnte nicht mehr hoffen, das Werk zu Ende zu bringen;auch der verdienstvolle John Olafsen war hinfällig geworden,ebenso Thorkelin, der sich schon früher um das Werk verdientgemacht, verhindert, die ihm wieder zugefallene Arbeit zu über-nehmen. Endlich wurde sie am Ende des Jahres 1811, woJohn Olafsen schon todt war, von dem Könige den beidenProfessoren Birger Thorlacius und Erich Christian Werlauffübertragen, und ihrer Thätigkeit ist es zu verdanken, dass nunim Jahr 1813 der vierte Band der Noregs Konunga Sögorerschien, welcher die Geschichte Sverres und seiner drei näch-
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