Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
223
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223Siebenzehnter Abschnitt.fehl ausführen, der rechte Flügel ward in einer sehrungünstigen Stellung von Brasidas angegriffen undgeschlagen. Kleon selbst, der erste auf der Flucht,fiel ruhmlos unter dem Schwert eines spartischenSöldners. Aber auch Brasidas ward tödtlich ver-wundet aus der Schlacht nach Amphipolis gebracht,und starb in den Armen des Sieges. Er allein hattedurch Tapferkeit und Mäßigung den sinkenden Ruhmseines Vaterlandes aufrecht erhalten, sein Ansehenhatte die schwankenden Gesinnungen der Bundesge-nossen befestiget, viele Städte hatten sich der Ober-herrschaft Athens entzogen, und waren der FahneSparta's gefolgt. Amphipolis feierte sein Leichen-begängniß durch Spiele, die jährlich wiederholt wur-den.Kleons Tod und der Verlust der Schlacht beiAmphipolis stimmten die Gesinnungen der Athenerzum Frieden. Die gemäßigte Parthei erhielt dieObergewalt in den öffentlichen Verhandlungen; an ih-rer Spitze stand Nicias, ein Mann, der sich durchseine edle Abkunft, so wie durch Reichthum und hoheBildung, besonders aber durch Vorsicht und Mäßi-gung in jeder seiner Handlungen auszeichnete. Die-sem Mann ward das ehrenvolle Geschäft übertragen,mit Sparta Frieden zu schließen. Nicias unterhan-delte mit Plistonax, der damals mit dem Könige Agisin Sparta regierte; der Friede kam bald zu Stande,und wurde (421 J. v. C.) von den spartischen Köni-gen und den Ephoren einer Seits, und anderer Seitsvon den athenischen Archonten auf folgende Beding-nisse beschworen: Die Bundesgenossen der abschließen-den Mächte sollen in dem Frieden mitbegriffen, seyn;alle während dem Kriege gegenseitig gemachten Erobe-rungen sollen znrükgegeben, und alle Gefangenen auffreien Fuß gestellt werden; endlich sollten die Athenervon