Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
196
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Geschichte der Griechen,196ten, er trat daher dieses ererbte Eigenthum demStaate ab, der es seinen Vorältern zum Lohn ihrerVerdienste verliehen hatte. Archidamus hatte die Be-lagerung von Oenoe nach langwierigen, fruchtlosenAngriffen aufgehoben, und war mit seinem ganzenHeer in das Gebiet von Attica eingerükt, er lagertebei Acharnae, einem von Athen kaum eine Stundeentfernten Flecken. Nur mit großer Anstrengung konn-te Perikles den Eifer der Jugend zügeln, die mit Un-gestümm gegen den Feind geführt zu werden verlang-te. Nur einige Reiterhaufen wurden gelegenheitlichausgesandt, um die Feinde zu beunruhigen, und ihreganz nahe an die Stadt vorgerükten Posten zu ver-treiben; aber während die Peloponneser das Gebietvon Athen verheerten, hatte Perikles eine Flotte vonhundert und fünfzig Kriegsschiffen abgesandt. DieKüsten der griechischen Halbinsel wurden verheert, dieInsel Aegina, einst die Nebenbuhlerin von Athen zurSee, und jezt mit Lacedämon im Bunde, wurde er-obert, und ihre Einwohner gänzlich vertrieben. Ein-gebohrne von Attica wurden auf die Insel versezt, dienun eine Kolonie von Athen wurde.Diese Vorfälle noch mehr aber der Mangelan Lebensmitteln, nöthigte die Verbündeten, das Ge-biet von Attica zu räumen; sie bezeichneten ihren Rükzugmit muthwilliger Zerstörung aller Orte, die auf ihremWege lagen; aber kaum war Athen von dem feindli-chen Heere befreit, als Perikles sein Heer gegen Me-gara führte; er eroberte Nisaea, einen starken Hafenmit Mauern, die beinahe bis an Megara reichten.Die Ernte der Megarer ward erbeutet. Dies warendie Begebenheiten des ersten Feldzuges.Während des Winters feierten die Athener ihrenTriumph durch Spiele bei Beerdigung derer, so indem