Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
86
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86Geschichte der Griechen,gekommen, wo sie ihren Muth mit den persischenSöldnern in offener Feldschlacht messen sollten. DieFlotte des großen Königs ward, indem sie das Vorge-birge Athos umsegeln wollte, von einem fürchterlichenSturme ergriffen; über dreihundert Schiffe wurden andie Klippen geworfen, und mehr als zwanzigtausendMenschen fanden ihr Grab in den Wellen. Das Heerward an der Gränze von Mazedonien von einem thra-zischen Stamm des Nachts überfallen und mit großemVerlust geschlagen; Mardonius selbst ward verwundet.Diese Unfälle hatten das Heer so sehr geschwächt, daßder Anführer seinen Zug gegen Griechenland nichtfortsezen konnte. Er sammelte die Ueberbleibsel sei-ner Flotte und seines Heeres, und kehrte nach Asienzurük.Darius, dessen Hilfsquellen unerschöpflich waren,ließ sich durch diese Niederlage von seinem Vorsaz, Grie-chenland zu erobern, nicht abwendig machen. Er sandteHerolde an alle Staaten von Griechenland, und liesvon ihnen Erde und Wasser, bildliche Zeichen ihrerUnterwerfung, fordern. Viele Städte, unter diesenAegina, zogen die Unterwerfung der Freiheit vor, diemeisten Inseln und viele Staaten des festen Landeswaren bereit, sich dem Willen des großen Königs zufügen, nur Athen und Sparta mit ihren wenigenBundesgenossen wählten den Kampf für ihre Verfas-sung gegen das Joch der Fremdlinge, die persischenAbgesandten wurden in Sparta in die Höle des Ber-ges Taygetes, und zu Athen in das Barathrum ge-worfen, eine tiefe Grube, wohin man gewöhnlich Staats-verbrecher zu werfen pflegte. Die Athener sandten eine Flotte gegen Aegina, um den Abfall dieser Stadt von dem grie-chischen Bunde zu strafen. Sie bezwangen diese Stadt, undbemächtigten sich nun ganz der Herrschaft zur See. Dieseinnerlichen Feindseligkeiten der Griechen schienen den Angriffder