Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
75
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75Achter Abschnitt.unter den Griechen gefürchtet, nicht geliebt. Sie be-sorgten, Athen würde Sparta auf der Stufe des Rangesverdunkeln, den dasselbe durch die Kriege mit seinenNachbarn den Peloponnesern erkämpft hatte, und suchtenden vertriebenen Tyrannen wieder einzusezen. Kleome-nes, König von Sparta, der die Unruhen, die nach derVertreibung des Hippias in Athen herrschten, als dengünstigsten Zeitpunkt ansah, die Macht der Athener zuvermindern, rükte in die kaum befreite Stadt, und ver-trieb den Klisthenes und seine Anhänger, die mit derHerstellung der freien Verfassung beschäftigt waren.Kleomenes machte den Versuch, dem Staate durch Ge-walt eine neue Verfassung zu geben; er hatte bereits dieBurg von Athen besezt, als er nach einigen Tagen durchden Widerstand des Senats gezwungen ward, die Burgzu verlassen und nach Sparta zurükzukehren. Klisthe-nes stellte jezt die Verfassung so wieder her, wie sie vonSolon eingerichtet war; nur die Zahl der Zünfte wardvon ihm auf zehn gesezt, und aus jeder Zunft fünfzigMitglieder für den Senat gewählt, wodurch dieser Ge-richtshof auf fünfhundert stimmgebende Bürger vermehrtwurde. Kleomenes berief nun die Abgeordneten derStaaten des Peloponnes nach Sparta. Sie gehorch-ten der Aufforderung, aber als die Sparter den Antragmachten, die sämmtlichen Staaten der Halbinsel solltenihre Kräfte zur Wiederherstellung der Tyranney inAthen vereinigen, wurde dieser Antrag mit Unwillenverworfen, denn die Bewohner des Peloponnes, dieschon lange unter dem Namen der Bundesgenossen vonSparta, der Macht dieses kriegerischen Staates un-tergeordnet waren, wünschten, daß in Griechenlandeine Macht aufträte, um Sparta's ehrgeizige Pläne zuvereiteln. Die Korinther, die unter der Herrschaftdes Cypselus und seines Sohnes Periander das Jochder angemaßten Gewalt kennen gelernt und gebrochenhatten, beschworen die Versammlung bey den gemein-schaft-