Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
69
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69Siebenter Abschnitt.glieder dieses Gerichtshofes, wenn sie ihre Stellen nie-dergelegt hatten. Wer in den Areopagus aufgenom-men war, behielt diese Stelle so lange er lebte. Die-ser Gerichtshof und der Rath der Vierhundert warender Schuz der Republik gegen die Stürme, die der-selben in dem Innern drohten; aber Solon erfandnoch andere Mittel zur Aufrechthaltung seiner Staats-verfassung; er verordnete, daß bey entstandenen Unru-hen jeder Bürger sich öffentlich für eine Parthei er-klären müsse. Dadurch suchte er zu verhüten, daß dierechtlichen Bürger sich bey solchen Vorfällen nicht einerdem öffentlichen Wohl nachtheiligen Unthätigkeit über-ließen, sondern durch das Ansehen, das Muth und Tu-gend gewähren, den Staat retten konnten. SolonsAusspruch verdammte jeden Bürger zum Tode, derüberführt ward, sich der höchsten Gewalt im Staat be-mächtigen zu wollen; er gebot endlich, daß jede Obrig-keit sogleich ihr Amt niederlegen sollte, wenn eine an-dere Regierungsform sich an die Stelle der von ihmeingeführten Verfassung zu erheben trachtete, und er-laubte jedem Bürger, nicht nur den Tyrannen und des-sen Anhänger, sondern auch jede Obrigkeit zu tödten,welche ihr Amt nach der Zerstörung der Demokratie fort-sezen würde.Wir übergehen hier die bürgerlichen und peinlichen-Geseze Solons, und bemerken blos, daß er das Volkverpflichtete, dieselben wenigstens 100 Jahre lang zubeobachten. Die Geseze selbst wurden auf hölzerne Ta-feln aufgezeichnet, auf Walzen befestigt und in derBurg aufgehängt. Da diese Walzen so eingerichtetwaren, daß sie sich bey der geringsten Bewegung um-drehten, so konnte man nach und nach den ganzenKoder durchgehen. Später kamen sie in das Pry-taneum.Bald