Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
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23Dritter Abschnitt.nur für Elis, sondern für ganz Griechenland verbun-den. Die Provinz Elis ward als der friedliche Sam-melplaz der ganzen Nation, durch ein Gefühl derDankbarkeit geheiligt, und blieb verschont mit kriegeri-ſcher Verheerung, bis im dritten und vierten Jahreder 94ten Olympiade die entarteten Sparter die fried-lichen Wohnsize von Elis plünderten, und die Haupt-stadt in Trümmer warfen. Die Gegend war im Laufvon vier Jahrhunderten mit Säulengängen, mit schat-tigen Hainen, mit herrlichen Gebäuden, mit Bädernund andern Bequemlichkeiten für die zahlreiche Mengeder Fremden geschmükt, die aus allen Provinzen Grie-chenlandes, und aus den Kolonien in Italien, Asienund Afrika zusammenströmten; alle freygeborne Men-schen griechischer Abkunft, die in gesezmäsiger Ehe ge-boren waren, und ihren Karakter nicht durch schänd-liche Unsittlichkeit beflekt hatten, konnten als Preis-werber bey diesen Spielen erscheinen, und ihre Talentevor den Augen der Nation entwikeln; rühmlicher Ei-fer ward hierdurch überall gewekt, Religion und Sitt-lichkeit genährt, feindliche Staaten traten hier wiederin Verbindung durch persönliche Annäherung ihrer vor-züglichsten Bürger, Umgang, Verkehr und Handel wur-den erleichtert, und so der Fortgang der Kultur undder Menschlichkeit beschleunigt. Hier versammelten sichdie durch Talent und Unternehmungsgeist ausgezeichne-testen Menschen; hier wurden neue Ideen mitgetheilt,Verbindungen der Gastfreundschaft und der Verwandt-schaft geknüpft und erneuert, Bündnisse zur Verthei-digung gegen fremden Angriff eingeleitet, und ein Ver-einigungspunkt für die in drey Welttheilen zerstreutenGriechen zu gemeinschaftlicher Bestrebung nach Natio-nalehre und Nationalinteresse geschaffen. Alle Zwie-tracht war verbannt aus dem geheiligten Gebiete, undder Waffenstillstand, der geraume Zeit vor dem An-fang der Spiele begann, und lange nach deren Endeauf-