und an
13Zweyter Abschnitt.tin Klytemnestra; alle Fürsten waren Fremdlinge in ihrereigenen Heimath geworden, und binnen einigen Menschen-altern waren die meisten der regierenden Häuser erloschen,die das trojanische Reich zerstört hatten. Fürsten undVölker, sagt der Scythe Anacharsis, sollten hieraus ler-nen, daß selbst der Sieg furchtbar sey.Die Zerrüttung der griechischen Staaten, entsprungenaus der langwährenden Abwesenheit ihrer Herrscher, hatteneue Wanderungen und Veränderungen des Besitzes zur Fol-ge. Die Abkömmlinge des Herkules waren aus dem Pelopon-nes vertrieben. Herkules selbst war niemal Beherrscher einesStaates, aber aus königlichem Stamm, und er vererbte seineAnsprüche auf seine Söhne, die mit ihren Nachkommen dieHerakliden genannt wurden. Das Haus des Pelops warim Besize der Gebiete, die den Herakliden früher eigen waren.Als dieses Haus unter der Regierung des Orestes, eines Soh-nes des Agamemnon, und unter den Nachkömmlingen des-selben in einem Zustand der Schwäche versunken war, zogendie Herakliden, vereinigt mit den Doriern und Aeoliern, inden Peloponnes; die Anhänglichkeit der Völker an ihren al-ten Herrscherstamm erleichterte ihnen den Sieg über dieNachkommen Agamemnons in Argos, des Nestors in Messe-ne, und des Menelaus in Sparta; die Provinzen des Pe-leponnes unterwarfen sich ihrer Herrschaft, nur Arkadienund Achaja ausgenommen, und ihr Geschlecht herrschte inSparta in ununterbrochener Folge bis zur UnterjochungGriechenlands durch Philipp von Macedonien.Als die Herakliden ihre väterlichen Sitze in den Pe-loponnes wieder eroberten (1100 Jahre vor Christi Geburt),flohen viele Bewohner des Landes nach Thracien, wo sie eineKolonie gründeten, andere wandten sich unter Anführungdes Melanthus nach Athen, wo sie freundliche Aufnahmefanden. Dieses bewog die Herakliden zum Krieg gegenAthen. Eine Sage oder ein Spruch der Wahrsager verkün-dete