Geschichte der Griechen,einer einzigen Stadt, mit einem Gebiete, dessen Ertragkaum zur Nahrung der Einwohner hinreichte, oder in ei-ner kleinen Insel, wie z. B. Ithaca, das Königreich desUlysses.Die Sitten der nach Griechenland gekommenen Fremd-linge verschmolzen eben so schnell, wie Religion, Gesetzeund Regierungsform in dem Charakter der Eingebohrnen,und während diese die Kenntnisse der Ankömmlinge sich zu-eigneten, verlor sich bald ihre eigene Roheit. Ihr glücklichesKlima, ihre Spiele, die uns Homer bereits als alte Ge-bräuche beschreibt, ihre Gastmäler, ihre Feste, ihr Handel,und ihre Kriege erhoben sie bald auf den hohen Grad derBildung den wir mit Recht an ihnen bewundern. Schonin dem heroischen Zeitalter bemerken wir die schönsten Bey-spiele ehelicher Treue, elterlicher Liebe; und ein zartes Ge-fühl kindlicher Pflicht; Ehrfurcht gegen das Alter, Achtunggegen Religion, Gastfreundschaft, und jede gesellige Tu-gend. Besonders waren sie von einem lebendigen Glaubenan Wiedervergeltung, dem sichersten Zügel regelloser Leiden-schaft beseelt, und wir finden überall in ihren tragischenDichtern, diesen Glauben versinnlicht.Wir dürfen die Sittengeschichte dieses Volkes, die dereigentliche Zweck jeder Geschichte ist, nicht von der Erzäh-lung seiner Begebenheiten trennen, und schließen diesenAbschnitt mit den ersten geschichtlichen Ereignissen derGriechen.Die Erstlinge der Geschichte der Griechen sind so sehrmit Fabeln durchwebt, daß es unmöglich ist, das Wahrevon dem Falschen zu scheiden. Einige Thatsachen überzeu-gen uns jedoch von dem frühen Daseyn von Bündnissenzwischen den verschiedenen Stämmen zu einem bestimmtenZwecke.Die
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