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Geschichte und Litteratur der Stenographie
Entstehung
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Englische Stenographie. 40

cursiven Stenographie veröffentlicht, welche wegen ihrer genauen Bezeich-nung besonders zu wissenschaftlichen Zwecken dienen soll.

Über England liegen keine statistischen Angaben bezüglich der Ver-breitung der Systeme vor,, Pitmarts Jahrbuch für 1894 berichtet, dass imletzten Jahre in die Phonetic Society, deren Präsident Max Müller und derenSecretär und Schatzmeister Isaac Pitman ist, 5650 Mitglieder aufgenommenwurden; Vereine nach Pitman's System werden in England 75, in den Colo-nien und fremden Ländern 14 aufgeführt, Unterricht wurde in England an94, in den Colonien und fremden Ländern an 19 Schulen ertheilt. Außerdembesteht die 1890 gegründete National Phonographic Society unter /. Pitman'sVorsitz mit 15 Districtsvereinen und 57 Evercirculators, welche Umlaufs-hefte erscheinen lassen. Unter den Schulen nimmt Pitman's MetropolitanSchool of shorthand, typewriting and business training College einen in derganzen Welt einzig dastehenden Rang ein: ein riesiges Gebäude, mitten inLondon, ist einzig zum Unterricht in der Stenographie und in der Handhabungder Schreibmaschinen eingerichtet, ein Stab von mehr als 60 Lehrern unter-richtete im verflossenen Jahre gegen 2000 Schüler, die praktischen Übungenwerden in 4 Stufen, 4070, 80100, 110140, 150 und mehr Worte inder Minute, ertheilt; für die erworbene Handfertigkeit werden Diplome aus-gestellt, und das Jahrbuch verzeichnet 15 Personen, welche 200 und mehrWorte in der Minute geschrieben haben.

Die große Verbreitung des Pitman'schen Systems erhellt besonders ausden statistischen Angaben, welche Rockwell in den Vereinigten Staaten vonAmerika gesammelt hat. 1882 wurden hier in 276 Cursen 12470 Personenunterrichtet, davon 10197 in Schulanstalten. Es wurden 23 Systeme gelehrt,an manchen Anstalten mehrere zugleich; davon entfielen 146 Gurse auf dasSystem Pitman und seine Modifikationen, in 44 Cursen wurden Systeme mitbuchstäblicher Vocalbezeichnung gelehrt, in je 1 Curs die Systeme von Ga-belsberger, Stolze und Duploye. Im Jahre 1889/90 wurden 57373 Personenin der Stenographie unterrichtet, darunter 22325 männliche, 26005 weibliche,bei 817 war das Geschlecht nicht angegeben. Unter 1485 Cursen wurde dasSystem von Pitman und seine Modification in 1021 Cursen gelehrt (J. Pitman127, Benn Pitman 500, Graham 275, Munson 147, Longley 32), hierauf folgtedas System Cross (buchstäbliche Vocale) in 122, Lindsley (buchstäblich) 63,Pernin (Duploye) 43, dagegen, wie bereits erwähnt, Gabelsberger nur in 12,Lehman in 2, Stolze gar nicht. Die Zahl der gelehrten Systeme war in diesemLande, wo die vollste Unterrichtsfreiheit herrscht, 48, bei genauerer Be-trachtung schrumpft aber die Zahl sehr zusammen, wenn man nur die großenUnterschiede in's Auge fast, da viele Systeme sich nur wenig von einanderunterscheiden.

Unter den ausländischen Systemen hat das von Duploye eine größere Ver-breitung gefunden. Zuerst wurde dieses System von /. A. Pernin 1877 in Chi-cago veröffentlicht, dessen Witwe gab eine Zeitschrift heraus. J. P. A. Martin's»Duployan Stenographer« erlebte nur wenige Nummern. Pierre Cartier,Gerichtsstenograph zu Sorel (1877), und Professor Manseau in Canada (1878)passten dasselbe System der englischen Sprache an. In England veröffentlichteMiss Ellis 1880 eine Anwendung dieses Systems auf die englische Sprache,ihr folgte 1882 /. M. Sloan, ein Schotte, welcher in Dublin zu unterrichtenbegann. Bald entstanden unter dem Namen »Sloan-Duployan Shorthand Asso-ciations« Vereine in London mit 215, Glasgow mit 165, Dublin mit 115, Liver-pool mit 150, Manchester mit 98, Edinburgh mit 85, Sheffield mit 64, Hüllmit 69, Bristol mit 62 Mitgliedern. Das Organ dieser Schule ist das »Sloan

Faul mann, K.. Geschichte und Litteratur der Stenographie, 4