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Geschichte und Litteratur der Stenographie
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142 Die Stenographie im 19. Jahrhundert.

graphie entlehnt waren. Dennoch war sein Streben vergebens, da bereits vordem Eintreffen seines Buches in Rom der italienische KammerstenographMarchesi den Auftrag erhalten hatte, Zöglinge verschiedener Collegien zuStenographen heranzubilden, zu welchem Zweck er das System Delpino derlateinischen Sprache anpassle. Von den so Herangebildeten wurden die Ver-handlungen des Goncils aufgenommen.

Litteratur.

J. C. Danzer, Sistema generale stenographiae Samuelis Taylor, Pesthini 1802./. Bossuijt, Stenogr. exacta s. methodus nova D. Conen de Prepean, Gandavi 1814.P. van Byk, Diatribe de notis scribendi compendiariis in usuin studiosorum, Amste-lodami 1815. {Kulakovsky, Abreviaturae vocabulorum, Pragae 1852.) W. Wacker-nagel, Grundzüge zu einer lat. St. nach Stolze's Principien, Berlin 1858. Ders., No-tarius, 1858. F. Stolze, Übertragung des Stolz. Syst. auf die lat. Sprache. Dr. J. Pla-seller, Compendium Stenogr. latinae secundum Syst. Gabelsbergeri, Oeniponte 1868,/. Schwer, Faulenzer für Lateinstenographen nach Dr. Plaseller's Syst., Salzburg 1870.Gerhard Hubert Balg, A treatise on Latin Pantygrafy, Madison (1879 ?). WalterConrad, Anleitung etc. nach dem Arends'schen System, 1884. H. Grosse, Sten. derlat. Sprache nach Ar. Syst. (in »Antitironia«, 1868/9).

Spanische Stenographie.

In Spanien wurde zu Anfang des Jahrhunderts die Taylor'sche Steno-graphie bekannt, welche durch Guerra und durch den Kupferstecher Franc.Marti auf die spanische Sprache angewendet wurde. 1802 wurde einLehrstuhl für Stenographie in Madrid gegründet und Marti übertragen,der indessen erkannt hatte, dass Taylor's vocallose Schrift für die spanischeSprache nicht geeignet sei und deshalb sein System nach den GrundsätzenCoulon de Thevenot's umänderte. Diese spanische Stenographieerschien 1803. Während der Besetzung Madrids durch die Franzosen ruhteder stenographische Unterricht (18081813). In dieser Zeit begab sichein Schüler Marti's, der Elementarlehrer Xaramillo nach Cadix und lehrtedort die Stenographie. Hier wurde 1807 unter der Leitung Emanuel Risuenö'seine stenographische Akademie ins Leben gerufen, in welcher die Steno-graphie nach einer Bearbeitung Gabriel Quintin Montanes' gelehrt wurde.Nach dem Abzüge der Franzosen führte Marti seine Lehrthätigkeit bis zuseinem Tode 1827 in Madrid fort; sein Nachfolger war Vela, welcher 1845ein verbessertes System herausgab; ein anderer Schüler war Sotomajor.Vela's Methode schlössen sich Madrazo, Pando, Lopez und Bas an. Eindritter Pflegeort der Stenographie wurde Barcelona. Die Handelskammerdieser Stadt beauftragte Franc. Serra y Ginesta, welcher bei Marti die Steno-graphie gelernt hatte, mit dem Unterricht in der Stenographie auf ihre Kosten,der noch heute dort unentgeltlich ertheilt wird. Serra arbeitete mit seinemSchüler Ariban eine Verbesserung des Systems aus, welche 1816 erschien.Zu dieser catalonischen Schule gehören Zamacola 1840, Villasenor 1842,Paluzie 1847, Comet y Mas 1852, Somolinos 1856, Laplana 1872, NoriaI872, Orellana 1883, Collel 1886; insbesondere Garriga y Maril, welcherwohl die Zeichen von Marti und Serra beibehielt, ihnen aber eine andereBedeutung gab. Mit Xaramillo's System arbeiteten mehrere Stenographen in