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Geschichte und Litteratur der Stenographie
Entstehung
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I iS Die Stenographie im 19. Jahrhundert.

Zeitschriften: F. Schrey, Die Wacht, 188893. Schülerverein, Corre-spondenzbl., Berlin 1893. Frankfurter Verein, Main-Warte, 1893. Züricher Verein,Monatsbl., 1893. E. Knebel, Oberbergisches Bezirksblatt, 1893. G. Nanninga, Vorwärts,Berlin 1893. Val. Peters, Die Debatte, Hamburg 1803. Dr. Socin, Sten. Nach-richten aus der Schweiz, Basel 1893.

Niederländische Stenographie.

In den Niederlanden war die Stenographie lange brach gelegen. 1810veröffentlichte ein Ungenannter ein stenographisches System, 1814 übertrugJ. Bossuijt das französische System von Conen de Pr&pean auf die lateinischeSprache, Dr. P. van Byk veröffentlichte ein Abbreviaturverfahren für dieselbeSprache; beide Arbeiten gehören nicht hierher. 1827 gab Witsen Geijsbeckeine holländische Kurzschrift nach der deutschen Methode des Dr. Erdmann(s. S. 69) heraus. 1826 schrieb die königliche Gesellschaft zu Brüssel, dieConcordia, einen Preis für eine praktisch verwendbare niederländischeStenographie aus, für den sich zwei Bewerber meldeten: Dr. Somerhaiisen,welcher das französische System Aime'-Paris verbesserte (H. Gr. S. 354),und _/. Bossaert, dessen Arbeit auf Taylor's System beruhte (H. Gr. S. 355);der erstere erhielt den Preis von 300 Gulden, der zweite eine silberneDenkmünze und ein Ehrendiplom. Nach ihnen veröffentlichte Bogaert, einStudent, ein System, ein anderes Lion, der frühere Stenograph der General-staaten (H. Gr. S. 355). Damals wurde auf die wörtliche Wiedergabe derReden kein Gewicht gelegt. D. Veegens, der Secretär der Kammer, arbeitetedie Berichte über die Sitzungen allein, und sie wurden auszugsweise in derStaatszeitung veröffentlicht. In den letzten 5 Jahren vor 1847 wurde D. Veegensin seinem Amte von Tollius Drabbe unterstützt und konnte vollständigereBerichte liefern. Nach seiner Versetzung arbeitete Tollius Drabbe anfangsallein, dann mit den Journalisten Noordziek und Tideman. Ein SchülerSomerhaiisen's, Tatar van Elven, der aus Brüssel nach dem Haag berufenwurde, zeigte sich der Aufgabe nicht gewachsen. Als 1848 auch die Ver-handlungen der ersten Kammer veröffentlicht werden sollten und die Bericht-erstatter vermehrt werden mussten, gelangte Cornelius Steger, der dieStenographie von Elven erlernt hatte, zur Verwendung und zeichnete sich inder Aufnahme der Sitzung vom 19. Jänner 1849 aus - Inzwischen hatte vanElven neue Schüler ausgebildet, 1854 wurde ein officielles Bureau errichtetund Steger zur Leitung desselben berufen. Steger verbesserte das SystemElven's in praktischer Weise. B. J. Rietstap, ein Stenograph dieses Bureaus,ließ 1869 eine Übertragung der Gabelsberger'schen Stenographie auf dieniederländische Sprache erscheinen, fuhr jedoch fort, nach Elven zu arbeiten.1873 veröffentlichten C. Roy er und G. van Mierlo eine Übertragung desSystems von Pr&vost. Ein deutscher Stenograph, H. Reinbold, und A. M.Brand van Straaten, Professor der Mathematik, gaben 1S81 in Berlin eineÜbertragung des Stolze'schen Systems heraus, welche aber keine Beachtungfand, wogegen die von /. L. Wery veröffentlichte Übertragung des Stolze'-schen Systems von diesem mit größerer Ausdauer verbreitet wird. Außereinem Flugblatt, Het Nut der Stenographie, gibt dieser seit 1892 eine Zeit-schrift heraus. 1882 veröffentlichte der Handelsschullehrer /. G. Dekkerein schon 1877 v° n ihm erfundenes eigenartiges System. Der Infanterie-capitän P. R. Goudschaal arbeitete mit dem deutschen Stenographen E.