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Geschichte und Litteratur der Stenographie
Entstehung
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Hebräische Abkürzungen. ig

grieoh. Tachygraphie im Codex Vaticanus graecus, 1879/84. Dr. F. Ruess, Übergriech. Tachygr. 1882. Dr. R. Wessely, Wiener Papyros Nr. 26 und die Über-reste griech. Tachygr. in den Papyri von Wien, Paris und Leyden (Wiener Stu-dien, V.) 1884. Ulrich Köhler, Über eine griechische Lautlehre (Mittheilungendes deutsch, arch. Inst, zu Athen, VIII.), 1884. Theodor Gomperz, Über ein bis-her unbekanntes griech. Schriftsystem, Wien 1884. Dr. P. Mitzschke, Eine griech.Kurzschrift (Archiv für Stenographie), 1885. T. W. Allen, Notes on abbreviationsin greek manuscriptes, Oxford 1889.

Die hebräischen Abkürzungen.

Nicht minder zahlreich als die römischen Sigel sind die hebräischenAbkürzungen, welche in Commentaren und anderen gelehrten Schriftengebraucht werden; nur in der Bibel darf man keine Abkürzungen suchen,denn in dieser waren die Worte abgezählt und es hätte als Frevel gegolten,irgend einen Buchstaben derselben zu ändern oder gar wegzulassen. Deshalbwurden auch die wahrscheinlich zu gleicher Zeit aufgekommenen Vocal-zeichen theils über theils unter den Text geschrieben. Alle Stellen der Bibel,welche man auf den Gebrauch der Kurzschrift deuten wollte, sind miss-verstanden worden und beziehen sich nur auf gewandtes Schreiben. DieJuden lernten die gemeinen römischen Noten (Abkürzungen) zur Zeit derrömischen Herrschaft kennen und begannen sie nachzuahmen. Dass diehebräische Kürzungsweise römischen Ursprungs ist, beweist der stehendeAusdruck: Notarikon. Abweichend von den Römern gebrauchten die Judennur die Anfangsbuchstaben, aber diese in gleicher Weise wie die Römer.Man vergleiche:

nrus* ,~inx 'n

bra ,nmi ,rbm ,miaa 'a

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JJfc 13 ,NJPStt N33 £"3

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A. Aulus, Aut, Ager etc.,C. Caesar, Caius, Calendae etc.

B. N. Bona Nostra.B.M. Beatae Memoriae, Bene merenti,S. P. Q. R. Senatus Populus Que Ro-manus.

Aus solchen Abkürzungsbuchstaben wurden Gedächtniswörter gebildet,welche gewöhnlich Simon (d, i. ffyjjisiov) hießen, ebenso wie bei Jean Paulder Ausdruck Ictus für Jurist vorkommt (d. i. I. C tvs = Juris Consultus).

Litteratur.

Toh. Buxtorff, Lexicon chaldaicum, talmudicum et rabbinicum, Basel 1639,n. A. von Fischer, Leipzig 1866/75. Ders., De abbrev. über nov. et comp. 1640.Karl Faulmann, Buch der Schrift, 1879, 2. A. 1880.

Die Stenographie vom 10. bis Ende des 16. Jahrhunderts.

Wie oben bemerkt, kamen die Tironischen Noten nach dem 9. Jahrb..ausser Gebrauch, dagegen entwickelte sich eine üppige Abkürzungs-weise, welche manches aus den Noten entlehnte (H. Gr. S. 37) und ins-'besondere die Endungen nur andeutete. Die abgekürzte Currentschrift desMittelalters verhielt sich zur vollen Schrift wie 1 : 2, ihr großer Vortheilbestand darin, dass sie allgemein verstanden wurde. Die Knaben