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Geschichte und Litteratur der Stenographie
Entstehung
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146 Die Stenographie im 19. Jahrhundert.

Schreiber, bis Winterhaider, Richter beim Handelsgericht, das System Tondeur(s. S. 125) auf die rumänische Sprache anwendete und 1861 mehrere Schülerausbildete, welche nunmehr die Kammerverhandlungen nachschrieben. Einenanderen Curs nach demselben System leitete 1861 Elias Bosiami, welcher auchein Lehrbuch herausgab. Dimitrie Stonescu, ein Schüler Winterhalder's, ver-besserte das System durch Einführung von Vocalzeichen. Um dieselbe Zeitwurde in Siebenbürgen das Gabelsbergersche System von Racuciu auf dierumänische Sprache übertragen und im Hermamistädter Landtag angewendet.Ein Schüler desselben, Sucevan, gab in Wien ein Lehrbuch heraus. Durchdie ungarische Verfassung verlor die rumänische Stenographie in Österreichihren Boden. Im rumänischen Parlament wird die verbesserte Tondeur'scheStenographie verwendet, doch besteht kein Einheitszwang.

Litteratur.

Bosianu Elie, Tratatu de Stenografia, Bukarest 1861, 1864. Demetriu Ra-cuciu, Sten. romana, 1864. Eugen Sucevan, Sten. romana, Vieiina 1872. Ders., Ste-nografulu romanu, 1872. Ders., Curs sistematic de Sten. rom., Brosura I 1S82.

Ifeiigriechische Stenographie.

In Griechenland wurde die Stenographie 1862 in den parlamentarischenDienst eingeführt, doch erschien schon 1853 eine Bearbeitung einer fran-zösischen Stenographie von Panos Heliopulos, und 1856 begann der ausBayern eingewanderte Josef Maximilian Mindler eine Uebertragung desGabelsberger'schen Systems auf die griechische Sprache an der Universitätund an der polytechnischen Schule zu lehren, worauf er zur Leitung des Steno-graphenbureaus berufen wurde. Nach seinem 1868 erfolgten Tode trat seinSohn Johannes an seine Stelle. Die 5 Stenographen, welche die Verhand-lungen aufnehmen, werden vom Kammerpräsidenten angestellt und sindStaatsbeamte.

Litteratur.

lloivo'j 'HXlOJto&Xou, IIpaxTivcTj arevoYpacpto!, 'AO^v. 1893. I- ° e *&> 8e(opi)rtx5] v.al rcpax-tivd] STEvoypatpfa, 1870. Iiiiaccp JVKvoXed, 'EXXrjva}] OTevoypatpfa (im Panstenographikon).Ders. (?}, ÖEcuprjT!-/.'}] xal Jtpstxxtx)) STEVoypacpfa jj.ETä TClViftttDV,^v. 1870.

Slavische Stenographie.

In Russland herrschte in der ersten Hälfte des Jahrhunderts derfranzösische Einfiuss. Der an der Erziehungsanstalt Tuchatschewski's ange-stellte Professor Godfroy veröffentlichte 1806 eine Anpassung seiner 1802in Paris herausgegebenen Okygraphie auf die russische Sprache. Der Textwar französisch, die Beispiele russisch; eine zweite Ausgabe (1809) war ganzrussisch. Elf Jahre später (1820) wurde die französische Stenographie vonAstier durch den Baron Modest Korff auf die russische Sprache angewendetund veröffentlicht (H. Gr. S. 362). Korff war ein hoher Beamter und machtekeine Propaganda. 1844 erschien eine französisch-russische Brochüre, inwelcher das Alphabet von Prevost gegeben, bezüglich der Einzelheiten jedoch