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Geschichte und Litteratur der Stenographie
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152 Die Stenographie im 19. Jahrhundert.

187993. Ders., Tcsnopisn/ Slovniöek, 1885. Briinner böhmischer Sten.-V., Tesno-pisnjr vßstnik, 188193. G. Hala, Ußme se psäti rychleji, Prag 1882. Mach, Tesno-pisnä knihovna, 1884. Rudolf Hanäk, Vestsnik Tesnopisn/, Brne 1884. Dr. A. Rudolf,Almanah tösnopisny, 1885, fortges. als Kalendaf öesk^ch Stenogr., 188890. Ders.,O vynalezci tesnopisu Gabelsbergerovi, 1885. F. Pocta, Kalendaf cesk/ch, 1888.Jindrich Bender, Ceskä fonografia die soustavy Faulmannovy, Bieclavi 1886, 2. A.

1888. /. Klatechi, Nastin tösnopisu öeskelio die soustavy Rollerovy, 1887. Dr. AloisKotrbelec, Na Morava, 1888. Jindrich Kettner, Slovnicek samoznaka a skräceniu,

1889, 3. A. Budweis 1891. Alois Holas, Zäklady slovanskeho rychlopiscu, Uh. Hra-diäti 1891.

Kroatisch und Slovenisch: Fr. Magdic, Prilagordjenije Gabelsbergerovasten., 1864. Ders., Stenografija hrvatska, 2. Aufl. 1871, 3. Aufl. 1881. A. Bezenseh,Sten. Citanka, 1875. Ders., Iugoslavjanski Stenograf, 187678. Ders., Lehrbuch derSten. für die kroat. und sloven. Sprache, 1886.

Serbisch: M. Milozvuk, Srbska stenografia, Belgrad 1866. Iwan MilanovichSrbska Stenografia, 1884. Juluje Hochsinger, Stenografija po sistemu professoraFaulmann, 1893.

Bulgarisch: A. Bezensek, Die bulgar. Sten., I. Th. 1883, II. Th. 1889. Ders.,Geschichte der Sten. unter den Südslaven, 1889. Ders., Iugoslavjanski Sten., 188082.Chr. P. Konstantinoff, Handbuch der bulg. Sten., I. Th. 1887. Ders., Journal Steno-graphique, 1889. Sandarow, Stenogr. Bote.

Allgemein slavisch: Ig. Jac. Heger, Kurze Anleitung zur Steno-Tachy-graphie für die vier slavischen Hauptsprachen, Wien 1849. Lubin Olewinski, Denstenographierenden Slaven, Lemberg 1865. I. Gahelb. Sten.- Verein zu Prag, Die poln.-ruth. Sten. an sich und als Grundlage eines allg. slav. Schriftsystems, Prag 1865.(Antwort auf das Vorige).

UngariscJie Stenographie.

Obwohl in Ungarn der Landtag tagte, wurden seine Verhandlungen,die wie die der Gerichte in lateinischer Sprache stattfanden, nicht aufge-zeichnet. Es ist bereits oben (S. 141) berichtet worden, dass Danzer sein Systemauf die lateinische Sprache übertrug, um eine Nachschrift der Verhandlungenzu ermöglichen, er hatte umsonst gearbeitet. Die Verhandlungen des Land-tags durften nicht einmal auszugsweise veröffentlicht werden, und Wesselenyi,der dies versuchte, wurde deshalb in einen Hochverrathsprocess verwickelt. Als1830 Graf Georg Andrassy im Landtag den Antrag stellte, eine Zeitung zurVeröffentlichung der Verhandlungen herauszugeben, antwortete der PräsidentMerey, »achthundert Jahre lang hat die ungarische Constitution bestandenohne eine Zeitung, seit zwei Jahren ist die Bildung nicht so weit vorgeschritten,dass eine Zeitung eine Notwendigkeit ist«.

Die Folge davon war die große Dürftigkeit der stenographischen Litte-ratur. Stefan Gäti, welcher mit einer aus den vereinfachten Currentschrift-zeichen gebildeten Stenographie Vorträge und Predigten nachschrieb, ver-öffentlichte dieselbe 1820, aber das Werk blieb so unbekannt, dass es erst1888 aus dem Staube der Bibliotheken wieder zu Tage gefördert und vonder ungarischen Akademie der Wissenschaften veröftentlicht wurde. 1821 ver-öffentlichte Emerich Koväcs, ein Geschworener des Comitats Bihar, in einerZeitschrift eine ungarische Stenographie, welche auf dem System Danzer'sberuhte.