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Geschichte und Litteratur der Stenographie
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44 Die Stenographie im 19. Jahrhundert.

bunden schreiben, dann die Consonanten verbinden und die Vocale darüberschreiben, dann die Zeichen für Mischlaute anwenden und die Vocale weg-lassen, aber systematisch war sie nicht, denn hatte der Schüler gelerntb i r t h zu schreiben, so musste er später br t schreiben, wobei nur t dieerste Form behielt (H. Gr. S. 103/4). Ähnlich sind die Systeme von W. H.Sigstone 1832, John Wells 1834, T. C. Forster 1838, /. H. Bück 1841;abweichend im Alphabet, aber durch Anwendung von Zeichen für Misch-laute verwandt sind die Systeme von J. Fancutt 1840, W. Plumb 1841,David Hammond 1855, Ebenezer Soper 1856, John Freeman 1859 undEneas Mackenzie (H. Gr. S. 105in).

Die Position, d. h. die verschiedene Stellung der Zeichen auf oderunter der Zeile, verwendete zuerst Richard Farr 1819 alsVocalandeu-tung, aber nur für Anlaute, F. Theophilus Williams 1826 für alle Vocale

ain der Reihe e i wobei eine Verstärkung der Consonanten den vor-

u,lautenden Vocal andeutete (derselbe stellte auch 4000 Sigel zum Auswendig-lernen auf), Thomas Moat 1833 wendete neben 5 Vocalstellungen noch 13Stellungen von Punkten für Sigel an, Thomas How 1836 5 Vocalstellungen,ohne Rücksicht darauf, ob der Vocal vor- oder nachlautet, /. Nelson 1836,welcher Talyor's Alphabet beibehielt, hatte 4 Vocalstellen für vorlautendeVocale (o und u wurden nicht unterschieden); William Selwyn (Dr. Wailes)bezeichnete die Vocale theils durch Stellung, theils buchstäblich, J. BestDavidson 1847 schrieb auf 4 Linien (H. Gr. S. 167174).

Im Jahre 1837 erschien bei dem Bibelverleger Bagster in London einkleines Büchlein, betitelt: Stenographic Sound-hand (stenographische Laut-schrift) in 18er Format mit 12 Seiten Text und 2 Tafeln zum Preis von4 Pence, welches den Lehrer Isaac Pitman zum Verfasser hatte, und sichdie Aufgabe stellte, bei großer Kürze die getreueste Wiedergabe des Lauteszu gestatten. Pitman verwendete die gerade Linie, den Halbkreis und Viertel-kreis, fein für harte, verdickt für weiche Laute, alle Consonanten in ziem-licher Größe geschrieben, um eine dreifache Stellung der Vocale anbringen zukönnen; die Vocale wurden durch Punkte und Striche, fein für kurze, dick fürlange Vocale ausgedrückt, daneben gab es Zeichen für Diphthonge. Misch-laute wurden aus den einfachen Zeichen durch Anhängen eines Häkchensfür r und l, des Ringelchens für s und durch Verkleinerung für t, d gebildet.Pitman stellte drei Stufen der Schrift auf: für Anfänger, für die Corre-spondenz und für das Nachschreiben von Reden (Reporterstil). Eine Voll-schrift hat auch die erste Stufe nicht, denn auch hier werden Sigel für diegebräuchlichsten Form Wörter angewendet, im Correspondenzstil werden 150Sigel für Form- und Begriffswörter gebraucht, im Reporterstil Umrisse(Outlines), welche durch abweichende Consonantenverbindungen entstehenund die Vocale überflüssig machen, wie überhaupt die anfängliche Laut-schrift in der Schnellschrift fast ganz zur vocallosen Schrift wird. Pitmanbetont, dass die drei Stufen seines Systems sich naturgemäss aus einanderdurch Verkürzung der Schrift entwickeln, doch kann dieses von den Outlinesnicht behauptet werden und auch sonst gibt es mannigfache Verwicklungen,denn schon im Alphabet haben r und h Doppelzeichen. Stoßen zwei Con-sonanten zusammen, so kann die dritte Vocalstellung des ersten die erstedes zweiten Consonanten werden (Care must be taken not to write the vowelsign in an angle between two letters) und überhaupt enthalten die 186 Regelnseines Lehrbuches eine Menge Bestimmungen, welche gut gelernt werden