Berlinertum.
Jedem weckt dieses Wort andere Vorstellungen, weiles eine Fülle von Lebensäußerungen der großen Stadtund ihrer Bewohner deckt. Gab es eine Zeit, da mandarunter nur verrohte Sitten, entartete Sprache, schnod-deriges Benehmen verstand, so weiß man jetzt, daß Ber-linertum ebenso gut die Bezeichnung für feinste Kultur,höchstes Zartgefühl und Geistigkeit sein kann. In zähemKampf hat sich das Berlinertum in der Literatur durch-gesetzt. Erst die gelehrte Sprachforschung konnte dasVorurteil gegen das „Berlinern" erfolgreich bekämpfen.Sie wies nach, daß die Berliner Sprache eine eigeneSprache sei, die die gleiche Berechtigung habe, wie alleandern. Freilich wird sie oft verfälscht gesprochen —von unechten Berlinern, diesen Feinden des echten Ber-linertums.
In den nachstehend verzeichneten Werken kommenanerkannte Meister der berlinischen Sprache zu Worte.
Füllhorn-Bücherei,
Ballonleinen Mk. 2.40 — Halbleder Mk. 3.75
Erdmann Graeser, Koblanks
„ „ Koblanks Kinder
„ „ Lemkes sei. Wwe.
Zur unterirdischen Tante. — Die Sache machtsich. — Edwin kriegt Nachhilfestunden,
„ ,, Lemkes sei. Wwe.,
Das falsche Gebiß. — Der blaue Amts-richter. — Berlin WW,
Max Kretzer, Der Mann ohne Gewissen,Hans Ostwald, Der Urberliner in Witz, Humor und Anek-dote illustr.,„ „ Der Urberliner in Witz, Humor und Anek-
dote illustr., Neue Folge.