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Das Zillebuch : mit 233 meist erstmalig veröf. Bildern
Entstehung
Seite
412
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Da machte ich denn den Kassierer und sammelte ein. Wernicht zahlte, durfte nicht mehr mitmachen.

Da konnten sie zahlen.

Na — ich konnte doch nicht für die feinen Herren auchnoch das Modell hefern."

Er hatte allerdings auch sonst noch manche Erlebnisse mitkünstlerischen Kollegen, über die er nicht sehr entzückt war.Er war durch seine Zeichnungen in den Kreis der Sezes-sionisten gekommen, die ihn schätzten, trotzdem er vonoffiziellen Seiten angegriffen und totgeschwiegen wurde.

„In der Sezession war anfangs Kameradschaft. WirklicheKameradschaft. Liebermann hatte mich hineingebracht. Da-mals stellte ich zum erstenmal aus. Die Berliner Presse,wenigstens 'ne gewisse, schrie, ich schimpfierte Berlin. Na— die Berliner denken jetzt anders darüber. —

Jedenfalls hielt die Sezession zu mir, trotzdem ich angeblichBerlin verunglimpfte. Aber dann ging das wie immer. Esbildeten sich Gruppen. Der Neid erwachte. Wenn vier zu-sammen saßen, sprachen sie über einen fünften. Und wennder vierte wegging, ldatschten die andern drei neidisch überihn."

Aber er erlebte die Nöte des Künstlertums auch selbstsowie mit seinen Kollegen mit, und sein Humor erwachte,und er machte seine Meinen Eulenspiegeleien. Aus einerFamilie eines Kunstmalers berichtet er selbstbespöttelnd:

Sie: „Was schreibt denn die Ausstellung?"

Er: „Man hat mich in die Jury und Hängekommissiongewählt."

Sie: „Willst du es denn annehmen?"

Er: „Ganz gewiß, Rös'chen! Denke, vierzehn Tage gutesMittagessen, dazu täglich eine Apfelsine, ein ,Mokka mitKuchen und eine Havannazigarre'!" —

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