den Befreiungskriegen. Die Pferde wurden in der Spreegeschwemmt, und weil' s noch keine Wasserleitung gab, schöpf-ten Männer das Flußwasser in Tonnen und .handelten mit derSpree'. Die Frauen nahmen das weiche Flußwasser gern zurgroßen Wäsche.
Auf der Spree selbst kamen Hunderte von Torf- und Holz-kähnen an. Torfweiber, wie sie Hosemann und Dörbeck ge-zeichnet haben, barfbeinig und bis in die Ohrenlöcher schwarz,trugen den Torf in Kiepen auf dem Rücken den Käufern zu."
Zille war schon als Kind sehr betriebsam. Das hatte erzweifellos zuerst von der Mutter, die sehr geschickte Händehatte:
„Was die Mutter einmal sah, das konnte sie gleich!"Er bewährte sich auf allen möglichen Gebieten:Als ich noch 'n kleiner Junge war-, mußt' ich für unsreHauswirtin in der Krautstraße, 'ne Schlächtersfrau, dieBriefe, die Anmeldungen und so schreiben; sie konnte dasnich. Dafür kriegte ich jedesmal 'n Stück Wurscht; sie zahlteregelmäßig mit Wurscht. Ich hatte manchmal so ville, daßich in der Schule davon abgeben konnte. Damals hieß ichjradezu „Wurscht-Zill". Ja, nun staunste: „Zill". Jahrelang,noch in meiner ersten Zeichnerzeit, hieß ich Zill. So steht'sauf meinen Zensuren, auf meinen Zeugnissen . . . Erst vielspäter entdeckte ich, daß mein Vater bei unserer Übersied-lung nach Berlin das „e" hinten stillschweigend abgehängthatte — um seinen drängenden Gläubigern zu entgehen.
In der Gemeindeschule in der Krautstraße und mehr nochim Umgang mit den Jungs seiner Straße wurde der „gleeneSachse" dann rasch zum richtigen Berliner. Zum Spielenmit den Straßenjungs blieben ihm jedoch oft nur wenigeMinuten. Er mußte semer Mutter bei der Heimarbeit fleißighelfen.
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