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Das Zillebuch : mit 233 meist erstmalig veröf. Bildern
Entstehung
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die große Goldschiniedewerkstatt von Friedländer, Unter denLinden, als Werkzeugmacher eintreten. Er führte die bei denGoldschmieden bis dahin fast ganz unbekannte Drehbank-arbeit ein und brachte den Goldschmieden auch sonst man-cherlei technische Kniffe bei. Bis in seine letzten Jahre undWochen er wurde auch über siebzig Jahre alt arbeiteteer für diese Werkstatt. Und als er nicht mehr hingehenkonnte, Heß er sich die Arbeit in seine Wohnung bringen.Die alten Gesellen aus der Werkstatt, die einst in der Ros-marienstraße lag, sagen:

,Ja, die Werkzeuge von dem alten Zille, die halten wirnoch in Ehren!'"

Der Vater hatte mehrere Brüder. Von denen erfuhr Zillewenig. Sie wußten selbst untereinander fast nichts von ihrenBrüdern. Nur alle paar Jahre tauchte mal einer von ihnenauf; um dann wieder jahrzehntelang nichts von sich hörenzu lassen.

Zille selbst wurde i858 in Radeburg geboren. Der Vaterbetätigte sich damals als Uhrmacher, schmiedete aber aucheiserne Gitter.Mein Vater hat mir genau aufgeschrieben,wo überall Werkstücke von ihm sind. Die sollte ich mirspäter alle ansehn ..." Zilles Großvater war Bergmann.

Auch an der Forstschule von Tharandt sind Arbeiten seinesVaters.

Nicht nur der Großvater Zilles war Bergmann und istspäter Uhrmacher geworden. Auch ein Onkel von ihm, einBruder seiner Mutter, ging in die sächsischen Bergwerke.Die waren damals noch sehr wenig ausgebildet. Oft lag dieEinsteigstelle in den Schacht eine Stunde zu Fuß von zuHause weg. Und wenn sie endlich da waren die Leiterruntergeklettert und wieder 'ne Stunde Wegs zurück fast bisan die Stelle, wo sie wohnten. Da mußte dann, oft krauchendoder auf dem Rücken Hegend, zehn Stunden lang das Gesteinlosgehauen und in dieHunde", die kleinen Kohlenkarren,geschaufelt werden. Und doch reichte der Lohn für dieschwere Arbeit nicht aus, um die Familie zu ernähren. Viele

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