Nebenstraße von Unter den Linden, hängt fast alles Wichtige,was Zille in Zeitschriften und sonst im Druck veröffentlichthat, in guten, von ihm handkolorierten Abzügen, säuberlichgerahmt an den Wänden einer gemütlichen Hinterstube.Sogar einige Originale sind da — und auch mehrere sonstunbekannte Stücke. Und allerlei Zeichnungen und Photos,die Zille in verschiedenster Stellung, im Arbeitszimmer undbei Ausflügen wiedergeben.
Das alles wird betreut von einer Stammtischrunde, zu derzwar nicht jene Zillegestalten gehören, die aber doch auchihre besonderen Beziehungen zu seinem Wesen hat. Zille hatja früher immer einen guten Durst gehabt. Je kräftigerder Trunk, je lieber. Und diese Stammtischrunde nennt sich
Ki—wa—ko—sta.Das heißt: Kirschwasser — Wachholder — Kognak — Stamm-tisch.
Das Alkoholische der Zillekneipen ist da. Die Stamm-tischbrüder haben neben dem Alkoholischen aber Zilles Kunstund Art so gepflegt, daß er auch jetzt noch — Antialkoholiker— gern an sie denkt und von dieser Zilleklause sagt:
„Sie ist wie eine grüne, blühende Insel im grauen Meerder Großstadt."
Sie ist aber vor allem wie ein Zillemuseum. Wer möglichstviele Zillebilder kennenlernen will, findet sie dort am bestenbeisammen — und auch alle Abbildungen von den Zille-kneipen. Die Originalkneipen kann ja nicht jeder aufsuchen.Sie bestehen auch nicht mehr alle. Aber in der Zilleklausefindet man sie alle beisammen — an der Wand.
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