Und abermals beginnt das Betteln um Autogramme unddas Quälen um Begutachtung. Da gehngt es ihm, dessenAugen rot umrandet sind von der Anstrengung und Über-müdung, durch einen Seitenausgang hinaus zu kommen. Erzieht seinen alten verwetterten Hut in die faltige Stirn undläßt sich müden Ganges zum wartenden Auto geleiten.
Im Wagen atmet er wieder auf — und hat einen neuenEinfall:
„Also das Bild, wo die Masken alle nachts in ein Hotelwollen, und wo der Ober aus dem Fenster ruft: „Alles be-setzt!" — das paßt doch auch auf den Zilleball! ... Da,sehen Sie mal, wie die Pärchen — seid umschlungen Mil-lionen! — dahinziehen!"
Und ein fröhliches Lächeln umspielt seine väterüchenAugen.
Oft regt sich Zille über die unzureichenden Darbietungenund Einrichtungen beim Zilleball 1929 auf:
„Das sollte ein Volksfest sein! Ein richtiges Volksfest! Siemachen aber eine Schampagnerpropaganda draus. —
Ein Laubenfest sollte es diesmal werden. Was machen sie?
Eine Buine von einer Bude setzen sie in die Mitte vomSaal. Verschiedene Gäste machten sich darüber lustig undkletterten rauf. Bingsum die Beste von früheren Dekorati-onen. Nichts Neues gemalt. Keine Musik im Saal. Bloßauf der Galerie. Ein Haufen Leierkasten in dem unterenUmgang. Kein Ton von der Ballmusik war unten im Saalrichtig zu verstehen. Kein Paar konnte darnach tanzen.
Na, es ging auch nicht: der Tanzboden war ganz rauh —nicht mal gewachst!
Und die Tische, wo ich zwischen saß, nannten sie Zille-tische.
Alle tranken Schampagner.
Mich aber Ueßen sie stundenlang auf meinen Brunnenwarten.
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