Und im vierten und letzten Vers wird der Nachklang desFestes umschrieben:
Um halb viere jeht's zu Bett —■Mit de Lackschuh — mit's Korsett!Else träumt von die Musik —Bald ja pfeift schon die Fabrik!Träumt vom Hofball Berlin 0. —•Träumt von ihrem Max und so:„Knutsch mir! Heute is Ausverkoof!Küß' ooch orntlich —! Nich so dof . . . I"
Von den andern Liedern sei liier nur der letzte Vers desLiedes vom Nußbaum mitgeteilt. Das gibt recht hübsch dieStimmung dieser alten, jetzt vom Magistrat der Stadt Berlinangekauften und als Denkmal bestimmten, aus dem 16. Jahr-hundert stammenden Gastwirtschaft: „Zum Nußbaum" wie-der. Sie hegt in dem alten Berliner Viertel zwischen Fried-richsgracht, Gertraudenstraße und An der Fischerbrücke.(Bild Nr. 110.) Im letzten Vers des Liedes wird sie geschildert:
Im Nußbaum links vom Molkenmarcht —Die ihr so oft eich dort verbarcht,
Jrießt mir die Prachtdestille!Durch meine Zelle zieht een Traum —Jrießt mir det Haus — den jrienen Baum
Und ooch den Vater Zille!
Aus den Figuren des Stückes darf man aber nicht denSchluß ziehen, als habe Zille ganz Berlin nur mit frag-würdigen Gestalten bevölkern wollen. Er sah als Künstlereben nicht nur Glanz und Sonnenschein, sondern auch dieTiefen des menschlichen Lebens. Aber deswegen ist er auchempört über die Manie, ihn zum Heiligen der Apachenmachen zu wollen und als Zillegestalten nur Kaschemmen-brüder darzustellen.
Schon der Hofball bei Zille hatte vieles von diesem Un-echten und gar zu Aufdringlichen gebracht. Die elegante-
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