Para
Parci
Pard
Pars
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schon in der edleren Bedeutung eines, an einerlei Ti-sche mit uns speisenden Freundes üblich. Schüsselfreundwürde eher dafür paffen.
Parasol (spr. Paraßoll), ein Sonnenschirm.
Parat, bereit, fertig.
Par avance (spr. parr Awangß'), vorschußweise, zumvoraus.
Paravent (spr. Parawang), ein Windschirm, eine Spa-nische Wand, ein Fensterladen.
Par ami, schreibt man auf Briefe, anzudeuten, daß siedurch einen Freund, aus Freundschaft oder Gefällig-keit bestellt werden.
Parolen, Theile eines Ganzen.
Par-ei par-lä (spr. parßih parlah); das Gewöhnliche da-für ist hie und da; ich glaube aber, daß wir hier undda sagen müssen; nicht weil ich, wie Ad. das abge-kürzte hie überhaupt für fehlerhaft halte, sondern weilder Grund, warum ich es in andern Fallen, zur Ver-meidung einer Härte, gelten lasse, hier nicht Statt fin-det. Ad.'s Behauptung nämlich, daß die Wegwerfungdes r von hier in jedem Falle fehlerhaft sei, scheint mirnicht gegründet. Denn 1. ist der Sprachgebrauch dar-über getheilt, indem eine der Hauptmund-arten Deutsch-landes, die O. D., das r hier wegwirft, und einigeder wichtigsten Schriftsteller, z. B. Luther, ihr daringefolgt find ; und 2. scheint mir der, von der Abstam-mung hergeleitete Grund wider diese Wegwerfung nichs-wenigcr als entscheidend zu sein. Dieser Grund ist:„daß hier von dem alten Fürworte ha, hie, he, die-ser, und Ar, area, zusammengesetzt sei, und deswe-gen das r, als ein wesentlicher Theil, nicht weggewor-fen werden dürfe." Allein das würde ja auch auf darpassen, welches wenigstens eben so wahrscheinlich vondc, der, und Ar, hergeleitet werden kann. Gleichwolhaben wir, um eine unangenehme Harte zu vermeiden,kein Bedenken getragen, von diesem darin solchen Zu-sammensetzungen, wo es mit einem andern Vestim-mungslaute (Consonante,,) zusammenstoßen würde, dasr wegzuwerfen, und davon, damit, davor, dafür u.s. w. statt darvon, darmit, daroor u. s. w. zu sagen.Da nun dieses, so wie auch ähnliche Auslassungen inähnlichen Fallen von Ad. nicht gemißbilligct werden, sosollte er, scheint's, auch jenes nicht tadeln, sondern,um mit sich selbst übereinzustimmen, die von vielen gu-ten Schriftstellern befolgte Regel anerkennen: daß manvor einem Grundlaute (Vocal), hier, vor einem Be-stimmungslaute (Consonanten) hingegen hie, also hier-an, hieraus, hierüber, und hiemit, hiedurch, hievonu. s. w. sagen und schreiben müsse.
Par couvert (spr. par Kuwahr), durch Einschluß.
Par curiosite (spr. par Küriofiteh), aus Neugier.
Pardon (spr. Pardong), die Verzeihung. Der AusrufPardon! lautet auf Deutsch: Gnade! und die R. a.Pardon geben, heißt, das Leben schenken, begnadigen.
Pardonnable (spr. pardonnabl), verzeihlich.
Pardonnireu, verzeihen, begnadigen, das Leben schenken..Parenese. <3. Paraenesis.
Parenetisch. S. Paraenetisch.
Parentation, die Abdankung , Leichenrede, Standredc.Mit dem letzten Ausdrucke wird auf den Umstand gese-hcn, daß eine solche Rede in freier Stellung bei demSarge oder Grabe gehalten zu werden pflegt.
Parentator, der Leichenredncr, Standredner.
Parenthese, i.die Klammern, welche einen Zwischen-satz einschließen ; 2. der dadurch eingeschlossene Satz selbst.Diesen haben einige Zwifchensah, andere Einschiebsel,und noch andere Einschluß genannt. Allein das ersteWort ist zu weit, denn nicht jeder Zwischensatz wird ei-ne Parenthese genannt, das zweite etwas niedrig, dasdritte zweideutig. Ein eingeklammerter Sah ist nurUmschreibung, kein Wort. Wie, wenn wir Klammer-sah dafür sagten? Oder möchte man lieber Schaltsah,ein Satz, welcher eingeschaltet oder cingeschoben wird,dafür hören? Ich selbst bin geneigt, mich für diesenletzten zu erklären, weil er die Aehnlichkeit mit Schalt-jahr für sich hat.
Parenthyrsus, die Benennung eines Fehlers gegen denguten Vortrug, welcher in Uebertreibung einer leiden-schaftlichen Sprache besteht, die an Raserei gränzt.Man kann, wenn man diesen Fehler milde benennenwill, Ueberspannung, Uebertreibung und wilde Begei-sterung, sonst vielleicht Begeisterungswuth oder Begei-sterungsraserei, dafür sagen.
Parentireir, die Leichenrede oder Standredc halten.
Parere, das, in der Kaufmannssprache eben das, wasdie Sprachmenger sonst auch jemandes Videtur zu nen-nen pflegen; die Meinung, das Gutachten oder Gut,dünken. Dergleichen Gutachten werden in verwickeltenstreitigen Fallen oft von unparteiischen und einsichtigenKaufleuten eingeholt und die streitenden Parteien da-durch auseinandergesetzt.
Parergon, ein Nebenwerk, Beiwerk; oft auch Zierrath.„Parerga, Zierrathen, dasjenige, was nicht in dieganze Vorstellung des Gegenstandes, als Bestandstückinnerlich, sondern nur äußerlich als Zuthat gehört, unddas Wohlgefallen des Geschmacks vergrößert." Kant.
Par exemple, zum Beispiel.
Parfaitement (spr. parfat'mang), vollkommen.
Par loree (spr. par forß'), mit Gewalt, gewaltsam. Ei-ne Parforccjacht ist eineHehjacht, oder eineHehe. Die-se Ausdrücke sind vollkommen bezeichnend, und zugleichschon gebräuchlich, daher besser als Rennjacht, welchesKinderling dafür neugcbildct zu haben scheint.Stutz hat Marterjacht dafür angesetzt. Nicht übel!
Parl'nm(spr. Parföng), Rauchwerk, Wohlgerüche, Duft.
Parlnmireii (spr. parfümiren), wohlriechend machen.Man könnte, um den Begriff mit Einem Worte aus-zudrucken, bedüften (nicht beduftcn, wie Stutz vor-schlagt).