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Chromoffene.
leichter noch bei der trocknen Destillation, in Orcin und Koh-lensäure. Mit Chlorkalk giebt sie vorübergehend eine violetteFärbung. Durch Ammoniak wird sie bei Zutritt von Luft tiefroth gefärbt.
Betaorsellsäure: C 84 H 18 0 15 . ,
490 Man hat diese Säure in einer am Cap wachsenden Va-rietät von lloecella Hnctoria gefunden, und sie daraus wie die vor-hergehende Säure dargestellt. Sie bildet farblose Krystalle, undzerfällt beim Kochen mit Wasser, oder noch leichter mit Baryt-wasser, oder Alkohol in Orsellinsäure und Roccellinin, C 18 H«0 7 -C M H 16 0 18 = C 16 H 8 0 8 + C.JL.Cv
Das Roccellinin bildetweisse haarförmige Kry stalle, welcheim Wasser selbst beim Kochen unlöslich sind, in Alkohol abersich lösen. Durch Chlorkalk wird es gelbgrün gefärbt, durchAmmoniak und Luft nicht roth.
Ery thrinsüure: Cmll^üs,,,.
491. Diese Säure wurde in einer Varietät von Roccetla tin-ctoria {fuciformis) oder in lloecella Montagnei gefunden und dar-aus wie die vorhergehenden Säuren dargestellt. Sie krystallisirtin feinen farblosen Kadeln, ist in kaltem Wasser fast unlöslich,löst sich in 240 Thln. kochendem Wasser, sowie in Alkohol undAether leicht auf. Durch Chlorkalk wird sie blutroth gefärbt; auchgegen Ammoniak bei Zutritt von Luft verhält sie sich wie dievorhergehenden Säuren.
Kocht man die Erythrinsäure längere Zeit mit Wasser odermit Alkohol, oder auch nur kurze Zeit mit Barythydrat, so zer-fällt sie in Or sellinsäure und Pikroerythrin, welche beideaber bei fortgesetzter Behandlung weitere Verwandlungen erleiden.
Pikroerythrin. C i4 H 1 ,0 14 . Es bildet farblose, in Wasser,Alkohol und Aether lösliche Krystalle, von bitterem Geschmack,die sich gegen Chlorkalk und Ammoniak wie Erythrinsäure ver-halten. Seine Entstehung aus letzterer Säure erklärt sich nachder Gleichung:
C, 0 II ä2 O 20 + 2HO = C 1B 1I 3 0 3 + C 24 H 1S 0 I4 .
Das Pikroerythrin wird durch fortgesetztes Kochen mit Was-ser, oder besser mit Baryt in Kohlensäure, Orcin und Ery-throglucin. C,H,„0„, zerlegt:
C 2 ,H 10 O,,, + 2HO = C 8 H 10 O 8 + G.ILO, + 2C0. 2 .
Das Ervthroglucin bildet grosse farblose, diamantglän-