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Stickstofffreie Sauren.
II. Stickstofffreie, säurebildende Radi-cale und ihre Verbindungen.
Stickstofffreie Säuren.
100. Die organischen Säuren haben viele Eigenschaften mitden unorganischen Säuren gemein. Sie vereinigen sich mit denBasen und lassen sich durch stärkere Säuren oder durch doppelteZersetzung aus diesen Verbindungen wieder abscheiden oder inandere überführen. Sie sind zum Theil stärkere Säuren wiemanche der unorganischen, und treiben daher manche unorga-nische Säuren aus ihren Verbindungen aus. Man unterscheidetbei den organischen Säuren einbasische, zweibasische und drei-basische Säuren, je nachdem sie 1, 2 oder 3 Aeq. Basis neutra-lisiren. Es ist aber nicht immer leicht zu bestimmen, zu welcherdieser drei Classen eine bestimmte organische Säure gehört; denndie einbasischen Säuren können, wenn man ihre Formen verdop-pelt oder verdreifacht, als zwei- oder dreibasische Säuren be-trachtet werden. Die zwei - oder dreibasischen Säuren sind vorden einbasischen durch ihre grosse Neigung, saure Salze oderDoppelsalze zu bilden, ausgezeichnet. Eine einbasische Säurebildet daher in der Regel nur eine Reihe von Salzen, eine zwei-basische zwei, und eine dreibasische drei Reihen von Salzen infolgender Weise:Salze von ein-basischen Säuren|Salze von zwei- (1 Aeq. Säure -f-1 Aeq. Metalloxyd -\- 1 Aeq. Wasserbasischen Säuren 1 1 Aeq. Säure -f- 2 Aeq. Metalloxyd (neutrale Salze);Salze von drei- (* Aeq. Säure-R Aeq. Metalloxyd+2 Aeq.Wasserbasischen Säuren * ^ f ure f 2 ^ Metalloxyd +1 Aeq. Wasser1 1 Aeq. Säure -f- 3 Aeq. Metalloxyd (neutrale Salze).
Wir werden später Verbindungen kennen lernen, mittelstwelcher sich bestimmter erkennen lässt, ob eine Säure ein- odermehrbasisch ist; letztere allein geben nämlich saure Amid - undAetherverbindungen.
Scheidet man die organischen Säuren aus ihren Salzen ab,so nehmen sie a'n der Stelle der Metalloxyde, mit denen sie ver-bunden waren, eine äquivalente Menge von Hydratwasser auf-Durch Erhitzen verlieren einige Säuren dieses Wasser und gehen
j 1 Aeq. Säure -f-1 Aeq. Metalloxyd;