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2 (1853) Organische Chemie
Entstehung
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IV.

Organische Basen.

327. Manche organische Verbindungen verhalten sich ge-gen Säuren genau wie das Ammoniak, und da letzteres bei Ge-genwart von Wasser die Eigenschaften eines Metalloxyds annimmt»so kann man auch das Verhalten dieser organischen Verbin-dungen mit dem der Metalloxyde vergleichen. Man nennt solcheorganische Stoffe organische Basen. Sie vereinigen sichmit den Säuren zu wahren Salzen, in welchen doppelte Zer-setzungen, Ausscheidung der schwächeren Säure durch eine stär-kere Säure oder der schwächeren Base durch eine stärkere, genauwie bei den unorganischen Salzen stattfinden. In dieser Beziehungsind die Verbindungen der Alkohole mit Säuren, j welche denSalzen wohl ähnlich sind, doch wesentlich von ihnen verschieden.

Die organischen Basen enthalten entweder Stickstoff oderPhosphor, Antimon, Zinn, Wismuth, Arsen oder ähnliche Metalle,neben Kohlenstoff, Wasserstoff und häufig auch Sauerstoff, Schwe-fel, Selen u. s. w. In dieser Beziehung kann man sie in zweiHauptabtheilungen bringen, nämlich in stickstoffhaltige und stick-stofffreie Basen, welche wir beide näher betrachten wollen.

Stickstofffreie Basen.

328. Dieselben sind sämmtlich künstlich dargestellt undnoch nicht in der Natur gefunden worden. Sie enthalten stetsneben Kohlenstoff und Wasserstoff ein Metall oder einen metall-ähnlichen Körper, wie Arsen, Tellur, Phosphor. Die Grundlagedieser Basen ist ein zusammengesetztes Radical (meistensenthält dasselbe Methyl, Aethyl, Amyl gepaart mit einem Metall),welches in Verbindung mit Sauerstoff eine Basis bildet, die inihren Verhältnissen mit dem Kali übereinstimmt und demselben