Rohrzucker.
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aus Silber- und Goldlösungen die Metalle ab, und aus Kupier-oxydlösungen, die man mit überschüssigem Kali und Zucker ver-setzt hat, scheidet sich beim Kochen allmälig Kupferoxydul ab.Durch Salpetersäure wird der Zucker oxydirt, und zwar in ge-linder Wärme in Zuckersäure verwandelt: C 12 H,,O n -(- 0 6 =C| ä H u 0 lc -j- HO. Beim Kochen dagegen erhält man darausnichts wie Oxalsäure. Durch Destillation mit Kalk zerlegt ersich in Kohlensäure, Aceton und Metaceton, C ls H 10 O s , nachder Gleichung:2(C I ,H n O I1 ) = GC0. 2 + GIIO + C„H„O s + C 12 1I I0 0 2 .Das Metaceton ist eine ölartige Flüssigkeit, die bei 84°siedet und in Wasser unlöslich ist. Durch Oxydationsmittel wirdes in Essigsäure und Propionsäure verwandelt (129.).
Traubenzucker: C 12 II 12 0i 2 -4- 2HO.
404. In den süssschmeckenden Früchten, wie in Trauben,Kirschen, Pflaumen u. s. w., ist eine Zuckerart enthalten, die beimEindampfen des Saftes als eine syrupartige Flüssigkeit zurück-bleibt, nach längerem Stehen aber sich in Krystalle von Krümelzuckerverwandelt. Der Traubenzucker findet sich ferner im Honig, in gerin-ger Menge im Blute, in der Leber und wird in manchen Krankheiten,namentlich der Zuckerharnruhr, in reichlicher Menge in dem Harnabgeschieden. Derselbe entsteht aus dem Rohrzucker durch Ein-wirkung verdünnter Säuren, sowie überhaupt aus allen anderenGliedern dieser Classe, wie aus Holzfaser, Stärkmehl u. s. w.Der Traubenzucker entsteht endlich noch aus vielen Pflanzen-stoffen, welche wir später (473.) kennen lernen werden, durch Ein-wirkung verdünnter Säuren, z. B. aus Salicin, Gerbstoff u. s. w.
Er krystallisirt schwierig in blumenkohlartigen Massen, löstsich weniger als der Rohrzucker in Wasser (in 1 '/ 3 Tbl. in derKälte) und schmeckt weniger süss; in Alkohol ist er dagegenleichter löslich als Rohrzucker. Die Lösungen drehen die Pola-risationsebene nach rechts. Die Krystalle enthalten 2 Aeq. AVasser,die sie bei 100°, wobei sie schmelzen, verlieren. In höherer Tem-peratur, bei 140°, verwandelt er sich unter Verlust von 3 Aeq.Wasser in Caramel, C l2 H, 0 9 .
Man stellt den Traubenzucker am einfachsten aus Honigdar, den man zuerst in der Kälte mit Alkohol auszieht, worinsich ein unkrystallisirbarer Zucker löst, während der krystallisirteTraubenzucker zurückbleibt und durch Umkrystallisiren aus ko-chendem Alkohol noch gereinigt wird. In gleicher Weise kannman ihn aus den Rosinen darstellen.