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Kohlenhydrate.
Der Caramel löst sich sehr leicht in Wasser mit brauner Farbeauf; er schmeckt nicht süss.
Der Rohrzucker geht mit Kalk, Baryt und einigen anderenMetalloxyden in Wasser lösliche Verbindungen ein.
Der Kalk löst sich in reichlicher Menge in Zuckerlösung.Hjocht man eine solche, so scheidet sich eine Verbindung,C lä II u O u . 3CaO, als ein flockiger Niederschlag ab, welcher inkaltem und in warmem Wasser ziemlich schwer löslich ist. Ver-setzt man dagegen eine Auflösung von Zucker mit Kalkmilchund hierauf mit Alkohol, so scheidet sich eine andere Verbindungvon der Formel C^IIuO,, .CaO aus, welche in kaltem Wasserleicht löslich ist. Die entsprechenden Barytverbindungen krystal-lisiren, sie reagiren stark alkalisch und werden durch Kohlen-säure zersetzt. Eine Zuckerlösung wird gleichfalls durch essig-saures Bleioxyd, wenn man zugleich Ammoniak zusetzt, gefällt.Der Niederschlag, welcher nach einiger Zeit krystallinische Be-schaffenheit annimmt, hat die Zusammensetzung C 12 IL,0 9 .2PbO -\- HO. Er verliert bei 100° 1 Aeq. Wasser, liefert aber,mit Schwefelwasserstoff behandelt, wieder gewöhnlichen Rohr-zucker.
Der Rohrzucker vereinigt sich auch mit Chlornatrium zueiner schwierig krystallisirenden Verbindung: NaCl. 2 (C ]2 H n O n ),die man beim Verdunsten einer mit Kochsalz versetzten Zucker-lösung in zerfliesslichen Krystallen erhält. Sie schmecken zu-gleich süss und salzig. Aehnlichc Verbindungen geht der Zuckermit Chlorkalium und Salmiak ein, und sie veranlassen oft einenbedeutenden Verlust bei der Fabrikation des Zuckers aus Run-kelrüben, welche viele Salze enthalten.
Der Zucker dreht die Polarisationsebene nach rechts. Wirdeine Zuckerlösung längere Zeit gekocht, so verliert derZucker die Fähigkeit zu krystallisiren und wird zuletzt voll-kommen in unkrystallisirbaren Zucker verwandelt. Durch con-centrirte Schwefelsäure wird der Zucker unter lebhafter Er-wärmung und unter Entwicklung von schwefliger Säure undAmeisensäure in eine schwarze Masse verwandelt (verkohlt). Ver-dünnte Schwefelsäure oder überhaupt alle verdünnten Säuren ver-wandeln, selbst schon in der Kälte, schneller beim Erwärmen denZucker in unkrystallisirbaren Zucker oder Glucose, welcher diePolarisationsebene nach links dreht. Der Zucker löst viele Me-talloxyde auf, welche in Wasser nicht löslich sind, wie z. B.Kupferoxyd, Eisenoxyd bei Gegenwart von Kali, er reducirt vieleMetalle, besonders bei Gegenwart von Alkalien. So scheidet er