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2 (1853) Organische Chemie
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Valerian säure.

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Baldriansaures Baryt, BaO.Ci 0 II 9 O 3 -\- 2H0, kry-stallisirt in glänzenden leicht zerreiblichen Säulen und löst sichin 2 Thln. kaltem Wasser.

Baldriansaures Zinkoxyd, ZnO . C 10 H 9 O 3 , krystalli-sirt in weissen perlglänzenden Schuppen. Es ist in Wasserziemlich schwer löslich, am schwierigsten in heissem.

Baldriansaures Silberoxyd, AgO . C l0 H 9 Oj, lullt beimVermischen von Silberlösung und baldriansaurem Alkali als einkäsiger Niederschlag, der beim Stehen in der Flüssigkeit nacheiniger Zeit krystallinisch wird. Es ist in kochendem Wasserlöslich, weniger im kalten.

13G. Leitet man durch eine Auflösung von baldriansauremKali in Wasser einen kräftigen galvanischen Strom, so entwickeltsich Wasserstoff an dem negativen Pol, und an dem positivenPol scheiden sich neben Kohlensäure und einem brennbarenGas Oeltropfen ab, welche die Zusammensetzung C 0 H 9 besitzen.Dieses Oel, welches man Butyl genannt hat, lässt sich durchOxydation mit Salpetersäure in Buttersäure überführen. Manerkennt hiernach genauer die Weise, in welcher eine Säure vonhöherem Aequivalent durch Oxydation in eine homologe Säurevon niederem Aequivalent verwandelt wird. Zuerst wirkt derauf galvanischem Wege freiwerdende Sauerstoff in der Weiseoxydirend, dass unter Freiwerden von 2 Aeq. Kohlensäure einKohlenwasserstoff entsteht, in welchem durch weiter einwirken-den Sauerstoff Wasserstoff abgeschieden wird, während Sauer-stoff eintritt. Die Bildung des Butyls erklärt sich nach derGleichung:C 10 R,O 3 + HO + KO = C.H, + KO.C0 2 + CO, + H.

Das brennbare Gas, welches gleichzeitig frei wird, Butyren,C 8 H 8 , entsteht durch weitere Oxydation aus Butyl. Es verdich-tet sich bei gewöhnlicher Temperatur durch einen Druck von 4Atmosphären zu einer wasserhellen Flüssigkeit, und findet sichauch in dem aus Oel gewonnenen Leuchtgas.

Valerab C l0 H 16 O,.

137. Der Aldehyd der Baldriansäure lässt sich nicht in ähn-licher Weise wie der Aldehyd der Essigsäure aus dem entspre-chenden Alkohol (dem Fuselöl) darstellen. Er wurde bei derOxydation des Klebers mit Schwefelsäure und Braunstein, sowiedurch Oxydation einiger Oele dargestellt. Das Valeral ist eineölige Flüssigkeit, welche mit wässerigem Ammoniak farbloseKrystalle bildet.