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2 (1853) Organische Chemie
Entstehung
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Fette Sauren.

lisches Silber aus, welches die Wände des Gefässes spiegelndüberzieht.

Butyron: C 14 II 14 0j,.

133. Das Butyron, dessen Darstellung wir im Vorhergehen-den erwähnt haben, ist ein wasserhelles Oel von 0,83 specif. Ge-wicht, welches in einer Kältemischung von Aether und festerKohlensäure in farblosen Blättern erstarrt und bei 144° siedet.Es löst sieh in Wasser nur wenig auf.

Valeriansäure: HO.C„H,ü 3 .

134. Die Valeriansäure, auch Baldriansäure genannt, kommtin der Baldrianwurzel, sowie in mehreren anderen Pflanzen, imOel des Delphinus gtobiceps vor, und entsteht ferner durch Oxy-dation des Fuselöls, der Albuminstoffe, sowie bei der Fäulnissfast aller Thierstoffe. Ihre Entstehung aus dem Fuselöl wirddurch folgende Gleichung dargestellt:

C 10 H I8 O s f 40 = C 10 H I0 O 4 + 2 HO.

Aus den Baldrianwurzeln gewinnt man sie am besten, indemman diese zuerst mit kohlensaurem Natron auskocht und dasgebildete Natronsalz mit verdünnter Schwefelsäure destillirt. Inreichlicherer Menge kann man die Baldriansäure durch Behan-deln von Fuselöl mit einer Lösung von chromsaurem Kali undSchwefelsäure mittelst Destillation gewinnen. Auf dem über-gehenden Wasser sammelt siih eine Oelschicht an, welche manabnimmt, durch Zusammenstellen mit Chlorcalicum von Wasserbefreit und durch Destillation rein erhält.

Das Baldriansäurehydrat ist ein dünnflüssiges, farbloses Oelvon 0,94 specif. Gewicht, welches bei 175° siedet. Es erstarrtnoch nicht bei — 21°. Die Säure riecht eigentümlich, etwasnach faulem Käse. Mit Wasser zusammengebracht, verbindet siesich damit zu einem zweiten Hydrat, C, 0 H 10 O, -J- 2110, wel-ches unzersetzt destillirt. In 30 Thln Wasser löst sie sich auf.

135. Die baldriansauren Salze fühlen sich fettig an,sind in trocknem Zustande geruchlos, zeigen aber in feuchtemZustande den Geruch der Säure. Sie haben einen süsslichenGeschmack, sind in Wasser sehr leicht löslich und krystallisirendaher schwierig.

Die Alkalisalze liefern bei der trocknen Destillation einenRückstand von kohlensaurem Alkali, während Valeron übergeht.