Mellan.
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felkohlenstoff und Schwefel (oder Schwefelmetallen) nach derGleichung:
4C 2 NS 2 = C 8 N 4 + 2 CS, -f 4S.Das Mellan ist ein hellgelbes leichtes Pulver, welches inWasser und Alkohol unlöslich ist, eine schwache Glühhitze ohneVeränderung aushält, in starker Glühhitze aber in Cyangas undStickstoffgas zerfällt.
97. Mellanverbindungen. Das freie Mellan vereinigtsich beim Erhitzen direct mit Kalium zu Mellaukalium, und treibtauch aus Jod- und Bromkalium die Kadicale unter Bildung vonMellaukalium aus. Die Verbindungen des Mellans mit den Alkali-metallen sind in Wasser löslich, die mit den Erdmetallen sindschwer löslich, die mit den schweren Metallen in Wasser un-löslich. Den in Wasser löslichen Mellanmetallen entziehen stär-kere Säuren das Metall und machen die Mellanwasserstoff-säure, H.C 6 N 4 , frei, welche sich in weissen Flocken abschei-det, aber leicht einen Theil des Metalls zurückhält.
98. Das Mellaukalium, K.C 6 N 4 -f- 5 HO, stellt manam besten dar, indem man zu glühend geschmolzenem Schwefel-cyankalium alhnälig Mellan bringt, bis die Masse beim Erkaltenin sternförmig gruppirten Krystallnadeln erstarrt. Man behan-delt sie mit kochendem Wasser, woraus beim Erkalten wasser-haltiges Mellankalium krystallisirt. Bei dieser Darstellung scheidetdas Mellan zuerst das Schwefelcyan ab, welches letztere durchseine Zersetzung eine neue Menge von Mellan liefert. Man kanndaher auch unmittelbar Mellaukalium durch Erhitzen von Ferro-cyankalium mit seinem halben Gewicht Schwefel darstellen.
Die Bildung des Mellankaliums nach der ersten Weise ge-schieht nach der Gleichung-
4(K.C,NS S ) -f 3C 6 N 4 = 4(K.C 6 N 4 ) + 2CS 2 + 4S.
99. Mellansilber, Ag.C,;N 4 . Mellankalium giebt mitSilberlösung einen weissen, gallertartigen Niederschlag, welcher,bei 120" getrocknet, wasserfrei ist.