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2 (1853) Organische Chemie
Entstehung
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61
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Cyanmctalle. Gl

Für sich aufbewahrt, zersetzt sie sich nach einiger Zeit,ähnlich wie das Cyan, unter Bräunung in verschiedene Stoffe, wor-unter Ammoniak. Mit starken Säuren, z. B. Schwefelsäure oderAlkalihydraten, zerfällt sie unter Aulhahme der Elemente desWassers in Ameisensäure (C s II 4 0,) und Ammoniak, nach derGleichung:

C S NH + 4 HO = CJ1.0, -f NH SSie kann hiernach als das Nitril der Ameisensäure betrachtetwerden.

Cyanmetalle.

ß7. Die Cyanmetalle lassen sich theils unmittelbar durchVerbindung von Cyan mit Metallen, theils durch Zusammenbrin-gen von CyanwasserstofFsäure mit Metalloxyden, theils durchdoppelte Zersetzung darstellen. Sie sind theils farblos, theilsverschieden gefärbt; einige krystallisiren. Die Cyanalkalimetallesind in Wasser löslich und reagiren stark alkalisch. Bei Abwe-senheit von Wasser und Luft halten sie Glühhitze ohne Zersetzungaus. Die Verbindungen des Cyans mit schweren Metallen wer-den in der Glühhitze zersetzt, meistens unter Entwicklung vonStickstoff in ein Kohlenmetall. Mit verdünnten Säuren erwärmt,entwickeln sie Blausäure. Die Cyanalkalimetalle werden schon durchdie schwächsten Säuren zersetzt.

Einige Cyanmetalle haben die Eigenschaft, sich mit anderenCyanmetallen zu eigenthümlichen Doppelsalzen zu vereinigen,welche ein anderes Verhalten wie die einfachen Cyanmetalle zei-gen und als gepaarte Verbindungen betrachtet werden müssen.Dies ist namentlich der Fall mit den Verbindungen des Eisens,Kobalts und Platins.

Einfache Cyanmetalle.

C8. Cyankalium, KCy, stellt man aus käuflichem Blut-laugensalz dar. Dasselbe wird fein gepulvert, getrocknet und beiabgehaltener Luft in Gelassen von Schmiedeeisen geglüht. DasKohleneisen, welches sich hierbei abscheidet, trennt man mecha-nisch von dem geschmolzenen Cyankalium, oder man kocht dieMasse mit Weingeist aus, worauf beim Erkalten das meisteCyankalium anschiesst.

In grösserer Menge, aber verunreinigt mit cyansaurem Kali,

erhält man Cyankalium, wenn man 8 Thle. Blutlaugensalz auf

einem Eisenblech durch starkes Erhitzen entwässert, mit 3 Thln.

reinem und trocknem kohlensaurem Kali mengt und in einem

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