Druckschrift 
2 (1853) Organische Chemie
Entstehung
Seite
24
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

24

Einleitung.

2(V Die Dampfdic'ute eines Stoßes, oder das specif. Gewichtim Dampfzustand, ist das Verhältniss zwischen dem Gewicht einesgewissen Volums des Dampfes und dem Gewicht desselben Vo-lums atmosphärischer Luft bei gleichem Druck und derselben Tem-peratur. Das Gewicht P (in Grammen ausgedrückt) eines gewis-sen Volums V (in Cubikcentimetern angegeben) atmosphärischerLuft lässt sich leicht für jede Temperatur (, und jeden Druck hnach folgender Formel berechnen.

P = 0,0012932

i-|-0,003«: i

b

700

Um die Dichtigkeit eines Dampfes zu bestimmen, handelt es siebnur darum, das Gewicht P' eines bekannten Volums V bei einerTemperatur t und dem Druck b zu ermitteln, um diese mit demGewicht P von atmosphärischer Luft vergleichen zu können.

Man wendet hierzu zwei verschiedene Methoden an; entwedermisst man den Kaum, welchen ein bekannte:- Gewicht desDamples unter bestimmten Druck- und Temperaturverhältnisseneinnimmt, oder mau verdampft in einem Kaum von bekanntemInhalt und wägt die Menge des denselben füllenden Dampfes.

27. Tim nach dem ersten Verfahren, welches sich indessennur für unter 100" siedende Flüssigkeiten eignet, die Dichtigkeiteines Dampfes zu bestimmen, nimmt man einen nach Cubikcenti-metern graduirten Glascylinder C(Fig. 11). den man gu1 getrock-net hat, füllt ihn mit troekuem Quecksilber an uud kehrt ihnunter das in einer gusseisernen Wanne V befindliche Quecksilberum. Man lullt hieraul eine gewogene kleine Glaskugel (Fig 12)mit der Flüssigkeit ganz au, deren Dampfdichte man bestimmenwill, und wägt, nachdem man die Luden der Röhren zugesehraol-zen hat, die Kugel wieder, wodurch man das Gewicht der darinenthaltenen Flüssigkeit erfährt. Die kleine Glaskugel lässt manin denCylinderO aufsteigen, umgiebt hierauf denselben mit eineman beiden Enden offenen Glascylinder, den man mit Wasser an-füllt, und bring! die Röhre C durch den Halter ab und die dreiArme cfg in eine senkrechte Lage. Man erhitzt die eiserne Wanneüber glühenden Kohlen; durch die Ausdehnung der eingeschlosse-nen Flüssigkeit zerbricht bald die Glaskugel, und bei hinreichenderhöhter Temperatur verwandelt sich die Flüssigkeit vollständigin Dampli welcher das Quecksilber in dem Cylinder C niederdruckt.Man erhitzt so lange, bis das Wasser in der äusseren Hülle kocht,oder bis bei gehörig regulirtem Feuer das Thermometer t einigeZeit lang eine eonstante Temperatur anzeigt. Mit der Krücke