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so muss man zur Bestimmung ihres Aequivalents einen anderenWeg einschlagen. Im Allgemeinen sucht man dieselben in meh-rere andere Verbindungen von bekanntem Aequivalent zu zer-legen, oder man verwandelt sie durch Einwirkung verschiedenerReagentien in andere Stoffe von bekannter Formel, zu denen siein einer nachweisbaren Beziehung stehen.
Uie Analyse des Essigäthers hat ergeben, dass dieZusammensetzung desselben durch die Formel C 2 II 2 O ausge-druckt ist; bei der Behandlung desselben mit Kalilauge spaltetsich aber derselbe in gleiche Aequivalente Acthyloxydhvdmt,HO.C 4 HjO, und Essigsäurehydrat, IIO.C,H 3 0 :j , und man er-sieht hieraus, dass der Essigäther 8 Aeq. Kohlenstoff enthält;vervierfacht man daher obigen Ausdruck der Zusammensetzungdes Essigäthers, so erhält man für das Aequivalent desselben dieFormel: 4 C, IL O) = C 8 H„0 4 = C,II 5 O . C, II, O,.
Die Analyse des Bittermandelöls ergab die durch die Formel('-ILO darstellbare Zusammensetzung; beim Stehen an der Lullnimmt das Bittermandelöl Sauerstoff auf, und verwandelt sich inBenzoesäure, deren Formel durch die Analyse ihrer Salzezu C n IL.O, bestimmt wurde. Man sieht hieraus, dass obigeFormel des Bittermandelöls verdoppelt werden muss:
2 (C r H :j O) =2 C,,1I,, 0. 2 ; C,, IT., O, +20== C,,II s O,.
25. Es ist bekannt (I. 704.), dass die Volume der in Ver-bindung tretenden einfachen Oase unter sich in einem sehr ein-fachen Verhältniss stehen, und dass ferner das Volum der ent-stehenden Verbindung, im gasförmigen Zustand, zu der Summeder in Verbindung getretenen (iase in einem durch einlache Zah-len ausdrückbaren Verhältnis« steht. Dieses Gesetz findet nichtnur auf die bei gewöhnlicher Temperatur gasförmigen Stoffe An-wendung, sondern wahrscheinlich auf alle ohne Zersetzung flüch-tigen Stoffe, wenn man sie bei so hohen Temperaturen unter-sucht, dass ihr Dampf, wenigstens annähernd, das Ausdehnungs-verhältniss der permanenten Gase zeigt. Auch auf die organi-schen Verbindungen findet dieses Gesetz Anwendung. Das Aequi-valent der meisten Süchtigen organischen Verbindungen wird imDampfzustand durch I Volume dargestellt, wenn 1 Aeq. Sauerstoff1 Volum einnimmt: eine kleinere Anzahl enthält in einem Aequi-valent ■> Volume Dampf: andere Verhältnisse kommen nicht vor.
Es ist daher von grosser Wichtigkeit, die Dichtigkeit desDampfes organischer Verbindungen kennen zu lernen, da manhierin ein Mittel besitzt, die Richtigkeit einer chemischen Formelzu controliren.