22 Einleitung.
Kohlenstoff..... 32,11
Wasserstoff .... 5,85
Stickstoff..... 28,09
Sauerstott'..... 10,71
Chlor....... 23,74
1(10,00.
Berechnet man diese Zusammensetzung auf 1 Aeq. oder 35,5Gewichtstheile Chlor, so findet man:
Kohlenstoff . . .48 = 8 X G = & C,
Wasserstoff. . . 8 = 8 X 1 =8 11,
Stickstoff . . .42 = 3 X 14 = 3 N,
Sauerstoff . . .16 = 2 X 8 =2 0,
Chlor.....35,5 = 1 X 35,5 = 1 Cl.
Die chemische Formel des chlorwasserstoffsauren Kreatininsist also: C„ H a N a O., Cl, oder wenn man hiervon 1 Aeq. Chlor-wasserstoffsäure, HCl, abzieht, so findet man die Formel desKreatinins: C 8 H 7 N 3 0 2 , womit die directe Analyse des freienKreatinins übereinstimmt: denn diese ergab folgende procentischeZusammensetzung:
Aeq. Berechnet. Gefunden.
Kohlenstoff 8 4s 12,48 42.48
Wasserstoff 7 7 8,19 0,19
Stickstoff 3 42 37.17 37,17
Sauerstoff 2 16 14,16 14,16
1 Aeq. Kreatinin 113 100.00 100,00.
Statt das chlorwasserstoffsaure Salz zu analysiren, kann maneben so gut das schwefelsaure oder salpetersaure Salz der Ana-lyse unterwerfen, und diejZusammcnsetzung auf 1 Aeq. Saure be-rechnen.
In vielen Fällen wendet man zur Bestimmung des Aequiva-lents der organischen Basen die Doppelsalze an, welche dieselbenmit Zweitach-Chlorplatin bilden, und deren Zusammensetzung derdes Chlorplatinammoniums, KIlj . HCl-(-PtCl 2 , entspricht, wennman darin 1 Aeq. Ammoniak durch 1 Aeq. der organischen Ba-sis ersetzt. Bestimmt man in demselben die Menge des Platinsund berechnet hierauf die Zusammensetzung auf 1 Aeq. Platin(98,tJ Gewichtstheile), so hat man nur die Gewichte von 2 Aeq.Chlor und 1 Aeq. Chlorwasserstoffsäure abzuziehen, um das Aequi-valentgewicht der organischen Basis zu erhalten.
24. Da die indifferenten Stoffe keine Verbindungen eingehen,