Druckschrift 
2 (1853) Organische Chemie
Entstehung
Seite
14
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

*""

14

Ei n 1 eil uns;.

kohlensaure Natron bei h durch einige glühende Kohlen, und ver-drängt durch die entweichende Kohlensäure und den Wasserdampi

fig. 9.

die in der Röhre enthaltene atmosphärische Luft, welche in Bla-sen durch das Quecksilber streicht. Wenn eine für sich gesammelteProbe des austretenden Gases von Kalilauge vollständig absorbirtwird, bringt man eine mit Quecksilber gelullte graduirte Glas-glocke C. in welche man 50—GO Cubikcentimeter Kalilauge auf-steigen lässt, über die Mündung der Gasleitungsröhre, und erhitztnun den vorderen Theil der Verbrennungsröhre durch Umgebenmit glühenden Kohlen Tst in dieser Weise der vordere Theil derRöhre rothglühend, so erhitzt man, allmälig weiter schreitend,auch die Mischung der organischen Substanz mit Kupferoxyd, so-wie gleichzeitig die hinter derselben befindliche Schicht von rei-nem Kupl'eroxyd. Hat man zuletzt die ganze Mischung zum Glü-hen gebracht, so ist alle organische Substanz verbrannt, und manmuss nun wieder die hierbei entstandenen Gase, Kohlensäure undStickstoff, vollständig aus der Röhre in die Glocke treiben, wes-halb man den noch unzersetzten Theil des zweifach-kohlensaurenNatrons mit glühenden Kohlen umgiebt . so das-, abermals einStrom von Kohlensäure sieh entwickelt.

Die Kohlensäure, sowohl die bei der Verbrennung gebildete,als auch die ans dem zweifach-kohlensauren Natron entwickelte, wirdvon der Kalilauge in der Glocke absorbirt, so dass nur das Stick-stoffgas übrig bleibt, dessen Menge man misst Zu diesem Zweckbringt man die Glocke in einen grossen Cylinder mit destillirtemWasser, wobei das Quecksilber niedersinkt und die Kalilauge sichmit dem Wasser mischt. Man erneuert das Wasser und lässt dieGlocke einige Stunden stehen, bis Gas und Wasser die Tempera-tur des Zimmers angenommen haben. .Man misst hierauf die