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2 (1853) Organische Chemie
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Einleitung.

hat, und füllt endlich die ganze Röbre mit Irisch ausgeglühtem,in einer verschlossenen Röhre erkaltetem Kupieroxyd an. DerApparat wird wieder wie oben (Fig. G) zusammengestellt, undnachdem die Röhre vorn zum Glühen erhitzt ist, erwärmt manauch den Theil der Röhre, welcher das mit Flüssigkeit gelullteKügelchen enthält, so dass die Dämpfe der Flüssigkeit langsamüber das glühende Kupferoxyd streichen und zu Kohlensäure undWasser verbrennen.

Nicht flüchtige Flüssigkeiten, Fette und dergl. bringt manin einem nachenförmigen Glasgel äss in die Verbrennungsröhre,vertheilt die Flüssigkeit längs der Wand der Röhre und lulltdiese hierauf mit Kuptbroxyd an.

13. Das oben beschriebene Verfahren lässt sich bei derAnalyse der meisten organischen Stoffe anwenden, doch ist manin manchen Fällen genöthigt, einige Aenderungen eintreten zulassen. Es giebt einige organische Substanzen, welche mit Ku-pferoxyd nur schwierig vollständig verbrennen, weil sie nichtinnig mit demselben sich mischen lassen, aber beim Erhitzen vielKohle abscheiden, die nicht mit einer zur Verbrennung genügen-den Menge von Kupferoxyd in unmittelbare Berührung kommt.Solche schwervcrbrennliche Stoffe verbrennt man gewöhnlich mitchromsaurem Bleioxyd. Der durch Fällen von saurem chromsau-rem Kali mit essigsaurem Bleioxyd erhaltene Niederschlag wirdgut ausgewaschen, getrocknet und in der Glühhitze geschmolzen.Man pulvert das ehromsaure Bleioxyd und erhitzt es unmittelbarvor dem Gebrauch in einer Forcelianschale über der Spirituslampe,und mischt es wie das Kupferoxyd mit der organischen Substanz.Es enthält viel mehr Sauerstoff als das Kupferoxyd, schmilzt beimErhitzen und entwickelt in starker Glühhitze Sauerstoffgas, wo-durch alle abgeschiedene Kohle verbrennt. Das chromsaure Blei-oxyd verwandelt sich beim Glühen mit Kohle in Chromoxyd undmetallisches Blei.

Häufig bringt man auch in das zugeschmolzene Ende derVerbrennungsröhre etwas chlorsaures Kali, welches zuletzt erhitztwird und dabei Sauerstoff entwickelt, wodurch alle ausgeschie-dene Kohle verbrennt.

Stickstoffhaltige Substanzen geben beim Verbrennen oft Stiek-stoffoxydgas, welches mit Luft gemengt von der Kalilauge aulge-nommen wird und das Gewicht der Kohlensäure zu hoch lindenlässt. Bei stickstoffhaltigen Substanzen bringt man daher in denvorderen Theil der Verbrennungsröhre eine Lage von Kupfer-drehspänen, die man durch Glühen im WasserstofFstrom vorher