Vorbemerkungen zu der Uebersicbtstabelle
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Leider habe ich bei vielen Nahrungsmitteln nicht die Preis , ermitteln können; bei denmeisten derselben sind sie ausserdem örtlich wie zeitlich sehr schwankend und haben dieWerthe, wie viel Preis wertheinheiten man für i M. erhält, nur einen bedingungsweisenWerth. Man braucht aber nur die in 1 kg erhaltenen ausnutzbaren Nährstoffe mit 100 zumultipliciren und durch den Preis für 1 kg in Pfennigen zu dividiren, um mit Leichtigkeitin jedem einzelnen Falle selbst zu berechnen, wieviel Preiswertheinheiten man unter denobwaltenden Verhältnissen für 1 M. erhält.
Dieses Verfahren liefert daher recht übersichtliche Beziehungen zwischen dem Nähr-stoffgehalt und den Preisen der Nahrungsmittel, nur ist, wenngleich die Werthe sich aufausnutzbare, daher an sich vergleichbare Nährstoffe beziehen, zu beachten, dass
1. nur Nahrungsmittel v< n gleicher oder ähnlicher Beschaffenheit undKonstitution mit einander verglichen werden dürfen, weil die einzelnenNahrungsmittel oder Nahrungsmittelgruppen ausser durch grössere oder geringereAusnutzbarkeit durch besondere Eigenschaften ausgezeichnet sind, welche sie uns fürden Genuas mehr oder weniger werthvoll erscheinen lassen. Aus dem Grunde sindvon vornherein, was die Menge der für 1 M. erhaltenen ausnutzbaren Preiswerth-einheiten anbelangt, thierisehe und pflanzliche Nahrungsmittel scharf auseinander-zuhalten; und unter den thierischen Nahrungsmitteln dürfen wiederum nur dieFleischsorten und die Milcherzeugnisse unter sich, unter den pflanzlichen Nahrungs-mitteln wiederum mir die Erzeugnisse aus Getreidearten oder aus Hülsenfrüchten,oder die Gemüsearten unter sich in 'Vergleich gezogen werden;
2. dass alle diejenigen Bestandtheile unserer Nahrung, welche fastausschliesslich oder ganz als Genussmittel dienen, einstweilen voneiner Preiswerthsberechnung ausgeschlossen werden.
Mag aber das vorstehende Verfahren auch noch viele Mängel und Ungenauigkeiten ansich haben, so lassen sich doch mit Sicherheit folgende ScMussfolgerungen aus demselbenziehen 1 ):
Die Nährstoffe in den thierischen Nahrungsmitteln werden durchweg 3 — 5 malso hoch bezahlt, als in den pflanzlichen, was ohne Zweifel mit dem höheren Nähr-bezw. Genusswerth der ersteren zusammenhängt.
Unter den Fleischsorten sind die fetten Stücke preiswürdiger als die mageren.Das hat wohl darin seinen Grund, dass die fettreichen Fleischstücke bei annäherndgleichem Gehalt an Protein mehr Fett und weniger Wasser enthalten.In den gangbaren Fischsorten (Schellfisch, Häring u. a.) stellt sich der Preisder Nährstoffe sehr niedrig, in Wild und Geflügel dagegen sehr hoch. In ver-schiedenen Fleischdauerwaaren , Würsten u. s. w. werden die Nährstoffe vielfachtheuerer bezahlt, als in dem frischen Fleisch.
Milch und Milcherzeugnisse, besonders Magermilch und die fettärmeren Käsesorten,sind verhältnissmässig billige thierisehe Nahrungsmittel und verdienen für dieMassenernährung alle Beachti a
"Unter den pflanzlichen Nahrungsmitteln stehen'Hülsenfrüchte, Kartoffeln undRoggen bezw. dessen Mehl bezüglich der Preiswürdigkeit obenan. Im Brot zahlenwir die Nährstoffe doppelt so hoch wie in den zugehörigen Mehlen, ein Beweisdafür, welchen Werth wir auf eine schmackhafte, die Ausnutzung unterstützendeZubereitung legen.
Die. Gemüse bilden durchweg sehr theuere Nahrungsmittel; ja in manchen der-selben, wie Blumenkohl, Spargel, Telfowev Rubellen, Rosenkohl u. a., stellen sich die.Nährstoffe höher als im Fleisch, eine Thatsache, die zeigt, wie fehlerhaft es ist,
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*) Vergl. des Verfassers r Proz. Zusammensetzung und Niibrgeldwerth der menschlichen Nahrungs-mittel. Graphische Darstellung. 8. Aufl. Berlin, Julius Springer, 1902.