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Die menschlichen Nahrungs- und Genussmittel, ihre Herstellung, Zusammensetzung und Beschaffenheit, nebst einem Abriss über die Ernährunglehre
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Vorbemerkungen zn der Uebersichtstabelle.

Der 7-fache VVertli des Proteins von dem der Kohlenhydrate leitet sich indess ausNahrungsmitteln ab. die gerade wegen ihres zusagenden Geschmackes und der leichten Aus-nutzung hezw. sonstigen günstigen Eigenschaften besonders gesucht und geschätzt sind.

In den pflanzlichen Nahrungsmitteln kann das Protein den Kohlenhydraten gegenüberohne Zweifel nicht diesen höheren Werth beansprucl en.

Bei den thierischen Futtermitteln hat sich z. Z. nur ein Werthsverhältniss von Protein :Fett : Kohlenhydraten wie 8:3: 1 oder gar nur von 2:2:1 herausgestellt.

Wollte man die Verbrennungswärme (Energiewerthe) als Werthsmassstab zu Grundelegen, so würde man erhalten:

Protein Fett Kohlenhydrate

Je 1 g liefert Kalorien 4,834'; 9,300 4,000

Kalorien-Yerhältniss . 1,2 : 2,3 : 1,0

Darnach würde Protein nur etwas höher als Kohlenhydrate und Fett fast doppelt sohoch als Protein zu bewerthen sein. Dieses Verhältniss widerspricht aber völlig den that-sächlichen Marktpreisen und ist auch schon um desswillen unhaltbar, weil das Protein ausserder Wärmehildung im Körper noch andere wichtige Aufgaben (Blut- und Muskel-Bildung,Euzymabsonderung für die Verdauung, Sauerstoffhindung etc.), für welche Fett und Kohlen-hydrate nicht oder nur indirekt in Betracht kommen. zu erfüllen hat. Andererseits aberdürfte es nicht gerechtfertigt sein, dem Protein wegen seines verhältnissmässig niedrigenEnergiewerthes (d. h. wegen seines verhältnissmässig geringen Antheiles an der Wärme-bildung) den 79-fachea Werth der Kohlenhydrate beizulegen. Das Fett aber kann nachseinem Energiewerthe mindestens den 2,32,5-i'aclien Werth der Kohlenhydrate beanspruchenund ist die Annahme eines 3-fachen Werthes desshalb gerecht fertigt, weil es das Volumender Nahrung gegenüber den Kohlenhydraten in zusagender Weise herabsetzt. Aus allendiesen Gründen soheint für die menschlichen Nahrungsmittel ein Werthsverhältniss zwischen:

Protein : Fett : Kohlenhydraten wie 5:3:1uoch immer eine sachgemässe Grundlage für sich zn haben, und zwar um so mehr, als essich auch im grossen Durchschnitt aus den wirklichen Marktpreisen ergieht 2 ).

Mit Hülfe dieser Werthszahlen lassen sich dann die Preiswertheinheiten') in 1 kgdurch Multiplikation des Gehaltes an Protein, Fett und Kohlenhydraten mit 5 bezw. 3hezw. 1 leicht berechnen, jedoch erhält man auch hier vergleichbarere Werthe, wennnian nicht den Gehalt an rohen, sondern an verdaulichen Nährstoffen zur Berechnungheranzieht.

Wenn z. B. je 1 kg enthält:

Mittelfettes Rindfleisch Weizenmehl (.feines)

Verdauliches Protein ....... 196,0 g fc£ s

Verdauliches Pott . . ,..... 70,3 8,5

Verdauliche Kohlenhydrate...... ' 730,2

so berechnen sich die ausnutzbaren Preiswertheinheiten wie folgt:

Protein............. 196,0 X 5 = 980,0 86,5 X 5 =432,5

Fett.............. 70,3 X 3 = 210.'' 8,5 X 3 25,5

Kohlenhydrate.......... 736,2 X 1 = 736^2

Also im Ganzen Preiswertheinheiten für 1kg 1190,9 1194,2

Wenn diese kosten......... 2,00 M. 0,30 M.

1190,9 X 100 1194,2 X 100

so erhalt mau für IM. Preiswertheinheiten: = 595 -------------------= 3981

200 30

') Nach Abzug des aus demselben entstehenden Harnstoffes (S. 372).

s ) Als weiteren Grund für den 5-fachen Werth des Proteins von dem der Kohlenhydrate lässtsich auch njch anführen, dass in den Pflanzen im Allgemeinen auf 5 Xhle, Kohlenhydrate 1 Tbl.Protein vorkommt und wir durchweg die Gegenstände im umgekehrten Verhältniss zu dar Grösse ihresVorkommens in der Natur und nach der Hohe ihrer Verwerthung zu bezahlen pflegen.

3 ) Diese Benennung von Th. Pfeiffer an Stelle von Nähr» ertbeinhei ti'ij erscheint richtiger,weil die Vcrhältnisszahlen aus den Marktpreisen und nicht aus dem wirklichen Nährwerthabgeleitet sind.