MmeraUtoffe.
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Aether. Auf diese Weise erhält man aber weder einen annähernd richtigen Aus-druck für den wirklichen Gehalt der Pflanzen und Pflanzenthe.il e an Zellmembran-stoffen noch an Cellulose. Denn einerseits gehen durch die Behandlung mit ver-dünnten Säuren Theile der Cellulose oder nach E. Schulze die paragalaktanartigeuStoffe der Zellmembran mit in Lösung, andererseits werden die ligninähnüchenStoffe durch darauf folgendes Behandeln mit Kalilauge angegriffen und gelöst. Diebis jetzt unter dem Namen „stickstofffreie Extraktstoffe" aufgeführten, aus derDifferenz berechneten Bestandteile der Nahrungsmittel schliessen daher Celluloseund dieser nahe stehende Stoffe, sowie Holzsubstanz (oder Kutikularsubstanz oderwie man sie sonst nennen will) der Zellmembran mit ein.
Die rückständige Masse schliesst aber ausser dem Glukosan wahrscheinlich nochGalaktan und Mannan, jedenfalls aber Pentosane und Lignin, sowie Nuklei'nverbindungenein, so dass der Ausdruck für „Cellulose" oder „Rohfaser" in der Nahrungsmittel-chemie bis jetzt nur ein durch Uebereinkommen üblicher ist. lieber die Bestimmungs-verfahren vergl. Bd. III.
Die Cellulose spielt indess in den menschlichen Nahrungsmitteln keine grosseRolle, weil sie in denselben meistens nur in geringer Menge vorhanden ist. Bei denPflanzenfressern macht sie aber V 4 — 1 / s der Nahrung aus. Die Cellulose wird abervon den Menschen ebenso wie von den Thieren verdaut; sie muss daher mitunter die „Nährstoffe" gerechnet werden.
Die Salze oder Mineralstoffe der Nahrungsmittel.
Die mineralischen Bestandteile (oder die sog. Asche) der pflanzlichen undthierischen Nahrungsmittel siud der Art nach dieselben: sie bestehen vorwiegendaus: Kali, Natron, Kalk, Magnesia, Eisenoxyd, Phosphorsäure, Schwefelsäure, Chlor,Kieselsäure, neben welchen sich mitunter geringe Mengen Thonerde, Mangan, Kupfer, invereinzelten Fällen auch Jod, Brom, und wie neuerdings nachgewiesen wurde, ziemlichhäufig Borsäure finden. Diese wurde zuerst in Fueus vesiculosus und HosteraUiarina, dann in der Weinasehe und in den "Weintrauben und von Ed. Hottet' 1 )allgemein in den Obst- und Beerenfrüchten nachgewiesen.
Letztere selteneren Bestandteile der Pflanzenaschen müssen selbstverständlichauch in den thierischen Aschen vorkommen, wenn die Pflanzen den Thiereu zurNahrung dienen und dieselben nicht im Koth und Harn mit ausgeschieden werden.
Sonst unterscheiden sich die Pflanzenaschen von den thierischen durch einenmehr oder weniger hohen Gehalt an Kieselsäure, durch einen geringeren Gehaltan Chlor und vorzugsweise dadurch, dass sie durchweg auf dieselbe Mengo Natronviel mehr Kali enthalten. Da die Kaliumsalze nach G. Bunge bei ihr,em Wegdurch den Körper die Natriumsalze in erheblicher Menge mit ausführen, so machtsich bei vorzugsweise pflanzlicher Nahrung ein erhöhtes Bedürfniss nach Kochsalzgeltend, um den Korper auf seinem Natriumsalzbestaude zu erhalten.
V\ T ährend derGehalt der thierischen Organe und Flüssigkeiten an Salzen — mit Aus-nahme von Blut — nur geringen Schwankungen unterworfen ist, ist derselbe in den
') Ulidw. Veräuchsst. 1890. 37, 437.