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Die menschlichen Nahrungs- und Genussmittel, ihre Herstellung, Zusammensetzung und Beschaffenheit, nebst einem Abriss über die Ernährunglehre
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Vorrede zur vierten Auflage.

Der grosse Umfang auch des II, Bandes der Chemie der menschlichenNahrungs- und Genussmittel trotz der Zurückstellung der darin früher be-handelten Untersuchungsverfahren für den III, Band ist naturgemäss durchdie rege allseitige Thätigkeit der Fachgenossen auf dem. umfangreichen Ge-hiete seit dem Erscheinen der 3. Auflage (1893), ferner auch dadurch hervor-gerufen, dass ich einerseits den Abschnitt »Ernährungslehre« aus dem I. Bandein den II. übernommen, andererseits die Eigenschaften bezw. die Konstitutionder in den Nahrungs- und Genussmitteln vorkommenden chemischen Ver-bindungen sowie die Gewinnung und Herstellung der Nahrungs- und Genuss-mittel, die Einflüsse auf ihre Beschaffenheit und Zusammensetzung eingehenderals früher behandelt habe. Die Verunreinigungen, Verfälschungen sowie dieBeurtheilung auf Grund der bestehenden Gesetze, Verordnungen oder Verein-barungen haben ebenfalls thunlichst volle Berücksichtigung gefunden, Ueberden Werth dieser Erweiterung kann bezw. wird man verschiedener Ansicht sein.Die einen Vertreter dieses Gebietes fassen die Chemie der Nahrungs- und Ge-nussmittel mehr vom Standpunkte der Physiologie, die anderen mehr oderfast ausschliesslich von dem der Waaren-(bezw. Drogen-) Kunde auf und bringenihre Auffassung auch in den Vorlesungen und praktischen Uebungen zum Aus-druck. Die spätere Berufsthätigkeit des praktischen Nahrungsmittelchemikerserheischt aber die Unterrichtung auf beiden Gebieten.

Ohne Zweifel bildet die Chemie der Nahrungs- und Genussmittel als Waaren-kunde den wichtigsten Theil für den praktischen Nahrungsmittelohemiker, aberer kann die Fortschritte auf diesem Gebiete nur richtig verfolgen und beur-theilen, wenn er auch in der allgemeinen Chemie, besonders des Theiles derselben,welcher die in den Nahrungs- und Genussmitteln vorkommenden chemischen Ver-bindungen behandelt, gut unterrichtet ist. Ebenso gewinnt das Gebiet für ihnerst ein höheres Interesse, wenn er von der physiologischen Bedeutung derNahrungs- und Genussmittel sowie ihrer Bestandtheile Kenntnisse erworbenbat. Aus dem Grunde gehört auch die Ernährungslehre in das Gebiet derChemie der Nahrungs- und Genussmittel.

Von diesen Gesichtspunkten aus ist der vorliegende II. Band bearbeitetworden und glaube ich auf Grund einer zwölfjährigen Erfahrung behaupten