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Die menschlichen Nahrungs- und Genussmittel, ihre Herstellung, Zusammensetzung und Beschaffenheit, nebst einem Abriss über die Ernährunglehre
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Vorbemerkungen zu der ITebersichtstabelle.

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man dann iu derselben Weise die Rechnungen mit den Werthen von y, zuletzt von z durch-führt, eine II. und III. Hauptgleicbung, nämlich:

I. Hauptgleichung 1938,87 x + 1148,39 y + 7085,47 z = 703,76II. 3148,38 x + 710,68 y + 4233,19 z = 421,24

III. 7085,47 X + 4233,19 y + 26418,09 z = 2587,50

Hieraus werden (He drei Unbekannte.! in üblicher Weise berechnet, und man erhält indiesem Falle:

x == 1 g Protein = 0,227 oder Verhäliniss rund 9

y == 1 Fett = 0,0783

z == 1 Kohlenhydrate = 0,024 1

Dieses Werthverhältniss von Protein : Fett : Kohlenhydrate wie 9:3:1 ist nicht sehrwahrscheinlich und rührt wohl daher, dass die Anzahl der ermittelten Grundgleichungen(11) zu gering.ist 1 ),

A. Krämer 2 ) findet allerdings aus den wirklichen Marktpreisen für Fleisch, wenn erfür das Fett 1 Fr. 20 Cts. (= rund 1 M.) zu Grunde legt, diesen Werth vom Gresammtpreisabzieht, folgende Preise für je 1 kg Stickstoff Substanz des Fleisches

Fetter Oehs Mitteifetter Ochs Magerer Ochs

Kinnbacken Lendenstück2,25 bis 13,55 M.

Balsstück Lendenstück4,70 bis 12,89 M.

Halsstü ck Lendenstück4v66 bis 13,45 M.

oder im Mittel von 18 Sorten Fleisch für 1 kg Protein 7,35 M., also für Protein rund einen7-mal so hohen Preis als für Fett. Dieser hohe Preis für 1 kg Sticktoff-Substanz im Fleischhat sich vorwiegend dadurch ergehen, dass A. Krämer 1 kg Fett nur zu 1,00 M. angesetztund in Abzug gebracht hat, während der Preis für ] kg Speisefett, von Butterfett abgesehen,zwischen 1,201,60 M. beträgt. Aber auch wenn man für 1 kg Fett solche Preise annimmt,stellt sich für 1 kg Protein im Fleisch ein verhältnissmässig höherer Preis als in anderenNahrungsmitteln heraus, nämlich nach S. 552:

Fleisch7.08,0 M.

Milch')

2.5 3,0 M.

Käse 3 )3,05,0 M.

Da zur Zeit 1 kg Zucker 0,50 M., 1 kg Stärkemehl 0,400,60 Mark kostet, so wirdman nicht Weit fehl gehen, wenn man für die Preise der 3 hauptsächlichsten Nährstoffe,die mehr oder weniger gieichinässig mit geringen Fabrikationsunkosten belegt sind, folgendePreise für je 1 kg ansetzt:

Protein2,504,00 M.oder ein Werthsverhältniss von rund5 liezw. 7 :

Fett1,20 1,80 M.

Kohlenhydrate0,400,60 M.

') Immerhin verdient der neue Gedanke von Hultgren und Landergren alle Beachtung;denn wenn man aus einer viel grösseren Anzahl von täglichen Kostsätzen und deren Preisen die dreiHauptgleichungen ableitete, würde man um so wahrscheinlichere. Werthe erhalten, je grösser die An-zahl der beobachteten Falle ist; und würde man für die betreffenden Kostsätze gleichzeitig die Aus-nutzungsgrösse der einzelnen Nährstoffe ermitteln, so würde man auch das Wertbsverhältniss derwirklich ausgenutzten (verdauten 1 ) Nährstoffe finden, eine Aufgabe, welche der Verfasser weiter zuverfolgen gedenkt; denn unter allen Verfahren, das Geldwerthsverhältniss von Protein : Fett : Kohlen-hydrate aus den Marktpreisen abzuleiten, muss die Methode der kleinsten Quadrate bei einer genügen-den Anzahl von Feststellungen (Grundgleichungen) das wahrscheinlichste Mittel liefern.

*) Nach einem Sonderabdruck aus dem Landw. Jahrbuch d. Schweiz. 1892.

*) Bei Milch und Käse ist ausser dem Werthe des Fettes selbstverständlich auch der desMilchzuckers in Abzug gebracht.